ein Projekt der
Stadt Bielefeld

Endspurt für die Testphase
Wir kommen in die Spur

Unsere Altstadt soll schöner und sicherer werden. Als letzte Maßnahme zur Verkehrsberuhigung  wird am Mittwoch, 18. August 2021 die Straße Waldhof zwischen Obernstraße und Welle gegenüber der Zufahrt zu den Schulhöfen des Ratsgymnasiums und des Gymnasiums am Waldhof als reine Fahrradstraße ausgewiesen und für den Kfz-Verkehr gesperrt. Der motorisierte Verkehr wird künftig über die Kreuzstraße umgeleitet. Die Beschilderung des Parkleitsystems ist bereits entsprechend angepasst worden.

Wir versprechen uns davon eine Verbesserung der Verkehrssituation vor den Schulen in der Altstadt, insbesondere am Ratsgymnasium und am Gymnasium am Waldhof. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen erhalten mehr Raum und damit Sicherheit, das ist besonders für die Schüler*innen wichtig. Wir sind gespannt, wie sich die Belebung zwischen L’Osteria, Kunsthalle und Kunstforum Hermann Stenner gestaltet.

Uns ist bewusst, dass die Ausweisung der Fahrradstraße am Waldhof für Sie einige Änderungen im bislang gewohnten Ablauf bedeutet. Wir würden uns freuen, wenn Sie am Anfang der testweisen Erprobung ein bisschen Geduld mitbringen könnten, bis sich die neuen Wege eingespielt haben. Wir werden die Situation vor den Schulen beobachten und Verbesserungen vornehmen, wenn diese nötig sein sollten. Wenn Sie dazu Ideen haben, teilen Sie uns diese gern mit.

+++ Ticker vom 19.08.2021: Aktuelle Infos zum Waldhof +++
Reaktion auf Situation am Waldhof >> lesen

Kommentare

  1. Christian sagt:

    Was für eine „beschissene“ Verkehrslenkung und -politik! Es gibt nur noch einen Weg in die Altstadt (über die Kreuzstraße und den Niederwall). Dort kommt es heute zu Verkehrsbehinderungen und schon staut es sich bis auf den OWD und im Ergebnis dauert es 30 min länger nach Hause zu kommen.

    Vielleicht beginnen die im Rat der Stadt an dieser Entscheidung beteiligten Parteien mal Politik für Bewohner zu machen anstatt sich mit Fahrrad-Symbolpolitik ins Rampenlicht zu stellen. Ich wiederhole als Pendler und Anwohner der Innenstadt: nicht jeder kann sich mit dem Fahrrad oder ÖPNV zur Arbeit bewegen. Und die Anwohner von Niederwall und Am Bach sind in keiner Weise in die Entscheidung, den Waldhof zu sperren, eingebunden worden. Sie erleiden Nachteile durch hohen CO2-Ausstoß (heute 30 min allein durch mich im Stau) und Verkehrslärm.

    Ich selbst nutze, wenn ich keine weiten Strecken zurücklegen muss, gern das Fahrrad. Ich begrüße die meisten anderen Maßnahmen der Altstadtgestaltung. Aber unnötig CO2 zu verursachen und Pendlern Lebenszeit zu stehlen, kann nicht der richtige Weg sein, um umweltfreundlicher zu werden.

    Meine Appell: Stoppt die Sperrung des Waldhofs dauerhaft oder seht für Anwohner Ausnahmen vor.

    Zu bedenken gibt es auch: Unternehmen werden gesetzlich gezwungen, zweite Fluchtwege vorzuhalten, falls einer der beiden Wege versperrt ist. Heute hätte auch ein Rettungswagen keine Chance gehabt, innerhalb angemessener Zeit die Kreuzstraße zu passieren.
    Gibt es keine Vorgaben Einsatzkräften dies ebenfalls zu ermöglichen oder wird das Feuerwehramt der Stadt nicht angehört?

    • Christian sagt:

      Bevor ich missverstanden werde. Ich habe nichts gegen die Ausübung des Demonstrationsrechts. Ich bin nur gegen eine Verkehrspolitik, die keine Alternativen bietet und habe deswegen die Parallele zu den Einsatzkräften gezogen.

  2. Anna sagt:

    Wie Bielefeld in irgendeiner Form noch attraktiv als Wohnort bleiben soll ist sehr fraglich. Als Anwohnerin, die leider täglich aus beruflichen Gründen pendeln muss fühle ich mich einfach veräppelt. Die Kreuzstraße ist kurz nach Mittag bis zum frühen Abend einfach die Hölle! Nicht auszudenken, was passiert, wenn da mal ein RTW durch muss. Das ewige stehen und stop and go kann wirklich für niemanden angenehm sein, mal abgesehen von den Anwohnern dieser Straße. Sollte dann tatsächlich auch noch die Arthur-Ladebeck-Straße einspurig werden, wird es noch gewaltigere Probleme geben, da es sich dort ohnehin schon ohne Ende staut. Auch dort fahren sehr regelmäßig Krankentransporte lang, die bereits bei zweispuriger Straße kaum durchkommen. Ich brauche aufgrund der rar gesähten Anwohnerparkplätze ab der Abfahrt vom Ossi täglich 15 bis 20 Minuten, da man für die Suche eines Parkplatzes mehrfach im Kreis fahren muss und nicht einfach wieder in die Altstadt kommt und auf der überfüllten Kreuzstraße vorlieb nehmen muss. Ich fahre gerne mit dem Rad oder der Bahn, um die Dinge des täglichen Gebrauchs zu erledigen, aber ich komme nicht anders zur Arbeit als mit dem Auto. Es wäre vielleicht mal eine Überlegung wert, alle Parkplätze ab „Am Bach“ hoch bis zur Kreuzstraße als Anwohnerparkplätze zu deklarieren, um den Publikumsverkehr in der Altstadt zu verringern. Aber nein, nach der ewigen Baustelle seit April 2020 bis jetzt am Bach, wird man nur weiter bestraft und muss sich jetzt noch mit der fehlenden Zufahrt über den Waldhof rumschlagen. Wenn man meint, unbedingt Straßen dicht machen zu müssen sollte man vielleicht in Erwägung ziehen, die Straßen um das Nichtschwimmer, Mellow Gold und Moccaklatsch autofrei zu gestalten, denn dort fahren außer Lieferanten für die Restaurants Prollos ihre Wagen ohne jegliche Rücksicht auf Radfahrer, Fußgänger und Restaurantbesucher spazieren.

  3. Christian sagt:

    Gestern war die Kreuzstraße wieder ein Erlebnis der besonderen Art. Ab Adenauerplatz bis zum Landgericht fuhren zwei Fahrzeugschlagen in Schritttempo, was etwa 8 bis 10 Minuten dauerte. Das war gegen 17 Uhr, wird aber von dem ein oder anderen wahrscheinlich auch häufiger zu beobachten sein.
    Die Sperrung des Waldhofs ist daher umweltpolitisch kontraproduktiv, hinzu kommt die Aggressivität der wartenden Verkehrsteilnehmer.
    Wäre eine Sperrung des Waldhofs zu Schulbeginn und eine Umwidmung zur Fahrradstraße mit Freigabe für Autos und entsprechender Umgestaltung nicht die bessere Lösung?

  4. Tarik sagt:

    Das ist Dransalierung der Bürger. Wir Autofahrer werden mit diesen Maßnahmen einfach nur geqäult. Die Schließung des Waldhofs ist wirklich übertrieben. Dadurch wird die Stadt noch verpesteter als es schon ist. Ich bin absolut für eine saubere Stadtluft. Aber durch die Waldhof-Sperrung produziert ihr einfach nur mehr Stau. Die Bürger die auf Auto angewiesen sind, werden schon Ihren Weg zur Altstadt finden. Und dafür werden auch 4-fach längere Fahrt auf sich nehmen. 4-fach längere Fahrt, bedeutet 4-fach mehr dreckige Luft. Stau noch nicht mal mitberechnet. Ihr könnt nicht über den Köpfen der Bürger politik betreiben. Wir Autofahrer sind auch gleichwertige Bürger wie Radfahrer und Fußgänger. Meiner Meinung nach ist das Diskriminierung.

  5. Mike sagt:

    Ich unterstütze den Großteil der Maßnahmen in der Altstadt, finde die Sperrung am Waldhof jedoch absolut unverhältnismäßig, Alles, was aus dem Westen kommt (und damit meine ich nicht nur den Teil zwischen Stapenhorst- und Wertherstraße) kommt nun nicht mehr auf kurzem Weg in die Altstadt.

    Es geht in der Diskussion auch nicht nur um SUVs, die zum Einkaufen am besten direkt vors Geschäft am Alten Markt fahren wollen. Es geht um Ältere, Pendler, Handwerker, Berufstätige, Lieferdienste (nein, nicht amazon, aber irgendwie müssen die Waren ja in die Läden kommen) und wo weiter.

    Der Rückstau vom Adenauerplatz geht aktuell zurück bis auf die Stapenhorststraße, die Linksabbiegerspur stadtauswärts am Adenauerplatz in die Kreuzstraße ist für diese Menge Verkehr niemals ausgelegt. Dazu kommt, dass nun jeder, der den OWD an der Stapenhorststraße oder am Johannistal verlässt, auch diesen Weg nehmen muss, was den Rückstau nur weiter verlängert.

    Spannend wird es dann noch, wenn sowohl Arthur-Ladebeck-Straße als auch Kreuzstraße gegen Ende des Jahres einspurig werden. Da fehlt mir dann wirklich jegliche Fantasie.

    Das Auto zu verteufeln mag aktuell on vogue sein, allerdings sieht die Realität doch anders aus. Der Umweltaspekt zieht hier meiner Meinung nach nicht, weil durch künstliche Staus die Luftqualität keinesfalls verbessert wird. Und so weit ist die L´osteria jetzt nun auch nicht von der Kreuzstraße entfernt. Ich wäre sehr gespannt auf eine Feinstaubmessung am Adenauerplatz und an der Kreuzung Niederwall / Detmolder Straße und Kreuzstraße.

    Wir gehen gerne am Klosterplatz etwas essen. Da dies mittlerweile die einzige Ausfahrt aus dem Teil der Altstadt ist, gibt es auch hier einen gewaltigen Rückstau. Hier kann man vielleicht mal die Ampelschaltungen prüfen, die in BI generell mit dem Aspekt einer grünen Welle wenig gemein haben. Das läuft in Gütersloh sehr viel besser.

    Verbote bringen keine Überzeugung, lediglich konträre Positionen.

    • Christian sagt:

      Ich unterstütze Mikes Auffassung vollumfänglich. Den Stau aus Richtung Stapenhorststraße zur Kreuzstraße habe ich heute selbst erlebt, und dass in bester Absicht weniger Emissionen mit dem Auto auszustoßen. Das war wohl nichts…
      Aber wieso einspurige Kreuzstraße???

      • Mike sagt:

        Ich hatte gemeint mal gelesen zu haben, dass die Kreuzstraße auch einspurig zurück gebaut werden sollte.

        Wenn dem nicht so sein sollte, reicht mit Sicherheit aber auch das Chaos durch die einspurige Arthur-Ladebeck-Straße 🙂

    • Uta Meyer sagt:

      Wahre Worte!

  6. Team vom Altstadtraum sagt:

    Wir danken Ihnen für die vielen sachlichen Kommentare und die angeregte Diskussion.
    Machen Sie bitte weiter. Wir sind in der Testphase und noch ist nichts in Beton gegossen.
    Wir können noch einiges verändern, damit der altstadt.raum für alle Bielefelder*innen noch lebens- und liebenswerter wird.

  7. Frank Carstensen sagt:

    Die Querung der Neustädter Straße über Waldhof/Am Bach war bislang für Fußgänger äußerst unübersichtlich und aufgrund der teils überhöhten Geschwindigkeit der aus Richtung Waldhof kommenden Pkw auch immer wieder gefährlich.
    Durch die Sperrung zeigt sich nun eine deutliche Verringerung des Querverkehrs und damit auch höhere Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer bei der Querung in die Altstadt und zurück. Insbesondere für die Geschäfte in der südlichen Neustädter Straße hat eine sichere und bequeme fußläufige Anbindung an die Altstadt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung.

    • Christian sagt:

      Um die Querung sicherer zu machen, würde sich ein Zebrastreifen anbieten, anstatt den Waldhof komplett zu sperren.

    • Tarik sagt:

      Moment mal.. Radfahrer werden immer von uns Autofahrern respektier. Die haben auch ihre eigenen Radwege. Die benutzten auch die Straßen dafür. Fußgänger hingegen, werde auch von uns Radfahrern respektiert. Auch die dürfen die Straßen nutzen. Wo liegt jetzt das Problem ? Kam es in der Vergangenheit zu Unfällen ?? Nein! Sie nehaupten, dass es zu einer “deutliche Verringerung des Querverkehrs” gekommen ist. Und was ist mit den Ladenlokalen in der Altstadt ? Die Kunden werden definitiv ausbleiben. Keiner will Stau, keiner will gesperrte Straßen, daher werden wir Autofahrer die Altstadt meiden. Ein Verlust für die lokalen Geschäfte !! Werde jetzt noch intensiver über Amazon und eBay bestellen.

  8. Sandra Nattkemper-Peter sagt:

    Ich möchte gern Herrn Frischemeier antworten, der sich, wie in der NW heute zu lesen ist, fragt, wer die Benachteiligten der Sperrung seien: es sind z. B. alle älteren Bielefelder, die im
    Westen wohnen, die Buslinie 24 nicht fußläufig erreichen können, nicht mehr Fahrrad fahren können und gern weiterhin ihre Erledigungen und Arztbesuche in der Stadt machen möchten. Wie kann es sein, dass man darauf keine Rücksicht mehr nimmt. Wer in den letzten Tagen die leere Altstadt gesehen hat und sich mit dem ein oder anderen der Bielefelder Einzelhändler unterhalten hat, ahnt, dass diese Gruppe wohl auch bald zu den Benachteiligten gehören wird. Flanieren in einer Innenstadt ohne inhabergeführte Geschäfte macht dann auch keinen Sinn mehr. Ich wohne seit 50 Jahren in Bielefeld und bin zutiefst enttäuscht, wie kompromiss- und rücksichtslos entschieden wird.

    • E. M. P. sagt:

      Auch Ich finde es nicht sehr sinnvoll, wenn nun all jene aus der Altstadt ausgesperrt werden, die nicht so gut zu Fuß sind oder nicht mit dem Rad fahren können. Wer in die Welle will zum Parken muss nun einen Umweg fahren. Ist das umweltfreundlich?Die Idee, die Stadt lebensfreundlicher zu machen betrifft doch alle, oder? Wird es künftig Gepäckträger in der Stadt geben, welche die eingekaufte Ware transportieren, die zu schwer zum Schleppen ist? Und: Flanieren ohne einkaufen macht keinen Händler glücklich.

    • Bärbel sagt:

      Ich war jetzt des öfteren im südlichen Bereich der Altstadt und habe nicht gesehen, dass es leerer war als vor dem Verkehrsversuch, eher im Gegenteil. Der Handel leidet seit langem unter der Verlagerung des Konsums ins Internet, die sich durch Corona verstärkt hat. Gerade deswegen ist es so wichtig, ein schönes, einladendes Umfeld zu schaffen. Auf einem Parkplatz macht das Einkaufen keinen Spaß. Eine Altstadt, in der man unbesorgt flanieren kann und wo die Fassaden nicht von Autos versteckt sind, ist dagegen einladend. Holländische und italienische Städte, die die Autos aus ihren Zentren verbannt haben, haben es schon lange vorgemacht, immer mehr Städte im In- und Ausland machen es erfolgreich nach. Bielefeld ist da eher Nachzügler.

      Das Ehepaar aus Dornberg kann einfach außerhalb der Stoßzeiten fahren, dann kommt man auch ohne stockenden Verkehr über die Kreuzstraße. Oder sie könnten beispielsweise die Uni anfahren, dort gibt es haufenweise kostenlose Parkplätze mit Stadtbahnanschluss, und von dort bis zum Rathaus durchfahren. Vielleicht findet es auch eine andere neue Routine.
      Ich bin wirklich erstaunt, wie bedeutend der Autoverkehr durch den Waldhof bisher gewesen sein soll. Ich wohne seit 1990 in Bielefeld und bin kein einziges Mal mit dem Auto dort durchgefahren, obwohl ich meine Kinder, als sie klein waren, regelmäßig mit dem Auto zu einer Zahnarztpraxis in der Obernstraße gebracht habe. Aber den Stress, dort einen Parkplatz zu suchen, wollte ich mir nicht antun und habe deswegen lieber etwas Fußweg eingeplant. Das ist gesund und macht viel mehr Spaß – und auf dem Rückweg haben wir dann öfter noch eine Kleinigkeit eingekauft, was wir sonst nicht getan hätten!

  9. Ravensberg sagt:

    Die Diskussion um die Straße Waldhof scheint mir teilweise mehr von Emotionen und Gewohnheiten getragen zu sein als von rationalen Überlegungen.

    Die Fahrer/innen von „Elterntaxis“ sollen künftig nicht mehr das tun können, was bisher auch schon nicht durften, aber als ihr gutes Recht betrachteten: Geh- und Radwege zu blockieren. Vielleicht wären die Maßnahmen im Verkehrsversuch „milder“ ausgefallen, hätte es diese Auswüchse nicht gegeben, genauso wie den (für eine solche Straße) übermäßigen Durchgangsverkehr.

    Als Problem wird empfunden, mit dem Auto die Tiefgaragen „Golden Tulip“ und „Welle“ auf demselben Wege anzufahren, den man seit vielen Jahren ohnehin nutzt, wenn man sie wieder verlässt.

    Alle Parkhäuser und Tiefgaragen in der Altstadt und in fußläufiger Entfernung zur Altstadt sind nach wie vor erreichbar, lediglich für zwei von ihnen ändert sich für einen Teil der Nutzer/innen der Anfahrtsweg. Für alle anderen bleibt es wie es ist.

    Und außerdem: Der ÖPNV in Bielefeld und in der Region ist bei weitem nicht so schlecht, wie er in der jüngsten Diskussion mitunter dargestellt wird. Aus Richtung Herford, Lippe, Gütersloh, Halle, Werther fährt man mit Bahn, Bus, Stadtbahn bis unmittelbar an die Altstadt heran – ohne Parkplatzsuche. Notfalls würde eine Autofahrt zum nächsten ÖPNV-Knoten genügen. Es ist eine Frage der Gewohnheit und der Organisation.

    Die Kritiker der (testweisen) Maßnahme am Waldhof bemängeln, dass es (im Vergleich) klimaschädlicher sei, aus nordwestlicher Richtung die Altstadt über den Niederwall statt über den Waldhof anzufahren.
    Für den menschengemachten Klimawandel wird es insgesamt keinen messbaren Unterschied erzeugen, ob Menschen mit dem Auto durch den Waldhof zu den Tiefgaragen fahren, oder ob sie einen Umweg von ein paar hundert Metern fahren und eine als unzumutbar empfundene „zehnminütige Verzögerung“ auf sich nehmen.
    Einen Unterschied würde es machen, wenn der Kraftverkehr insgesamt abnähme. Bei ihren „klimabesorgten“ Überlegungen gehen die Kritiker offenbar davon aus, dass der Kraftverkehr in der Altstadt überhaupt nicht abnehmen werde. Wer andererseits (wie in der Presse zu lesen) lieber eine weitere Strecke nach Paderborn oder Osnabrück fährt, um in Bielefeld einen Umweg von ein paar hundert Metern und eine als unzumutbar empfundene „zehnminütige Verzögerung“ (Zitat) zu vermeiden, kann sicherlich nicht für sich in Anspruch nehmen, von der Sorge um den Klimawandel oder auch von der Sorge um den Bielefelder Einzelhandel getrieben zu sein.

    Was haben die Menschen gemacht, bevor es diese Tiefgaragen gab? Die Altstadt nicht aufgesucht? Ich glaube kaum …
    Nehmen wir doch weiterhin die Angebote des Handels und der Gastronomie wahr! Sie sind kein bisschen schlechter geworden, weil ein Stück Waldhof zur Fahrradstraße erklärt wurde. Im Gegenteil: Es ist angenehmer geworden, in die Altstadt zu fahren und sich dort aufzuhalten.

    • Christian sagt:

      Können Elterntaxis nicht mit einer temporären Sperrung des Waldhofs zu Schulbeginn verhindert werden?
      Das würde die Verkehrssicherheit und die Umweltbilanz bereits fördern.

  10. Ravensberg sagt:

    Der Sinn des Versuchs wird nicht dadurch in Frage gestellt, dass es noch ein paar „handwerkliche“ Mängel bei seiner Durchführung gibt: Die Öffentlichkeitsarbeit hätte besser und zielgruppengerechter sein können, um das „Chaos“ mit „verzweifelten“ Autofahrer/innen zu vermeiden. Vielleicht war das Amt für Verkehr etwas zu optimistisch, als es annahm, dass Autofahrer/innen die Bedeutung der Verkehrszeichen „vorgeschriebene Fahrtrichtung“ und „Fahrradstraße“ kennen und sich auch danach verhalten.

  11. Ravensberg sagt:

    Die Aufenthaltsqualität in Altstädter Kirchplatz, Hagenbruchstr. (wenn denn mal die Hausbaustelle endlich beendet wird), Ritterstr., Süsterplatz, Renteistr. ist wirklich deutlich besser geworden und man merkt, wie es sich sie sich immer weiter entwickelt, und wir die Menschen Straßen und Plätze „in Besitz nehmen“.

    Die Ansicht, Waldhof und Am Bach müssten nicht einbezogen werden, weil sie keine „Flaniermeilen“ seien, kann ich nicht nachvollziehen. Diese Straßen (und bisher ein Strom von Kfz) durchschneiden die Freiflächen des „Kunstdreiecks“ mit seinen Skulpturen, und sie trennen die Altstadt vom Bereich der historischen Neustadt (Park der Menschenrechte, südlicher Abschnitt der Neustädter Str., Breite Str.). Eine Verkehrsberuhigung bietet die Chance, diese Bereiche endlich besser aneinander rücken zu lassen und auf angenehme Weise zu Fuß zu erfahren.

  12. Regine Meinerts sagt:

    Es kann doch kein Argument für das Offenhalten einer Straße sein, dass ich Umwege fahren muss, wenn mir ein bestimmter Weg versperrt ist. Dann müssten wir ja sämtliche Einbahnstraßenregelungen aufheben, denn auch die führen dazu, dass man ab und an einen Umweg fahren muss. Wo ist denn das Recht geschrieben, dass jede(r) mit dem Auto möglichst ungehindert von A nach B kommen muss? (Und sowohl in A und auch in B direkt einen Parkpklatz beanspruchen darf?)

    Ich kann auch nicht verstehen, dass von 10, gar 15 Minuten Umweg die Rede ist. Die langen Staus an der Artur-Ladebeck-Straße und an der Detmolder Straße haben sich nach den ersten Tagen des Umgewöhnens schon gewaltig reduziert, oder?

    Das Umweltargument (mehr Stau, mehr Abgase) fällt in meinen Augen auf all die zurück, die aus Gewohnheit, aus Bequemlichkeit, aus “ich lass mir nichts wegnehmen” -Gründen immer noch Auto fahren, obwohl es ihnen möglich wäre, sich alternativ zu bewegen. Würden nur diejenigen noch Auto fahren, die wirklich darauf angewiesen sind, – ich bin sicher, dann hätten wir keine Staus mehr in der ganzen Stadt, nirgends!

    Das kleine Stückchen Waldhof ist für den KFZ-Verkehr auch nicht nur deshalb gesperrt worden, damit die Schulen und die Osteria etwas mehr Ruhe haben und damit Menschen auf diesem Stückchen auf der Straße Rad fahren können, sondern auch, damit die Verbindung Waldhof/Am Bach nicht mehr als “Abkürzung” durch die Altstadt genutzt wird. Ich finde es vernünftig, den Verkehr außen um die Altstadt herumzuleiten.

    Ich möchte vorschlagen, auch das Stück Waldhof ab der östlichen Einmündung der Welle als Fahrradstraße auszuweisen, mit “KFZ frei” zwischen den beiden Waldhofeinmündungen (nur dort!) in Einbahnstraßenrichtung. Dann haben Fahrradfahrerinnen und -fahrer ein längeres Stück (fast) für sich.

    Es muss viel besser als bisher deutlich gemacht werden, dass Fahrräder auf den Fahrradstraßenabschnitten auf die Fahrbahn gehören! Und dass die “Bürgersteige” nun ganz den Fußgängern gehören.
    Dies kann sofort geschehen.

    • Christian sagt:

      Hier geht die Annahme – wie bei anderen Beiträgen – fehl. Bei weitem nicht alle sind Gewohnheitstiere oder zu bequem, auf das Fahrrad umzusteigen, sondern habe eine Pendlerdistanz oder -ort, die schlichtweg nicht mit dem Fahrrad möglich ist. Die Schwarz-Weiß-Sichtweise, wenn man weiter Auto fährt, ist man gegen Förderung des Fahrradverkehrs, ist nicht akzeptabel. Während ich berufsbedingt Autopendler bin, fahre ich am Wochenende mit dem Fahrrad oder gehe zu Fuß, um meinen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Wenn ich während der Woche durchschnittlich täglich 8 min Umweg (Erfahrungswert seit Sperrung des Waldhofs) nehmen muss, produziere an den Ampelphasen, mehr CO2, und das in der Innenstadt und nicht „irgendwo“, so dass der Innenstadt damit nicht geholfen ist. Davon abgesehen, kommt es zu mehr Verkehr im Bereich Am Bach/Niederwall. Wieso sollten die Anwohner (ich bin nur einer von ihnen) den zusätzlich entstandenen Verkehr mit offenen Armen begrüßen? Es ist eine Verlagerung von Verkehr, die nun andere belastet und damit keinen Sinn macht.

  13. Jürgen sagt:

    Die Situation am Waldhof wird immer verrückter. Neben den bereits vielfach erwähnten Nachteilen für den Berufsverkehr kommt es derzeit zu bedenklichen Vorkommnissen.

    Selbsternannte Ordnungshüter in Warnwesten schmeißen sich vors Auto und wollen die Zufahrt zu den Parkhäusern Welle und Contipark verhindern. Sie weisen sich weder aus, noch wollen sie akzeptieren, dass es noch für Autos offene Straßen gibt, um die Parkhäuser zu erreichen. Eine weitere Erschwernis für in der Altstadt ansässige Berufstätige.

    Die offiziellen Ordnungshüter dagegen beschäftigen sich derzeit damit, den Schülern, die mit dem Roller zu Schule fahren, Knöllchen zu verteilen, obwohl diese auf dem offiziellen Schulparkplatz parken. Dieser ist gegenüber dem Ratsgymnasium extra geschaffen worden, überwiegend für Fahrräder, aber seit Jahren stehen dort auch die Roller der Schüler.

    Ich stelle mir sowieso die Frage, wo bitte kann man in der Altstadt inzwischen noch sein Zweirad parken. Die offiziellen Motorradparkplätze sind entweder in Parkplätze für Autos umgewandelt worden oder durch Umbaumaßnahmen einfach entfallen. Leider wird diese Randgruppe ignoriert, außer vom Ordnungsamt, dass verteilt fleißig Knöllchen.

    • anonym sagt:

      Den selbst ernannten Ordnungshüter in der Warnweste habe ich gestern auch erlebt. Er ist auf die Straße gegangen, um den Verkehr zwischen Welle und Neustädter Straße zu regeln. Ich hoffe, dass die Polizei dem Einhalt gebietet.

  14. Sonja Müller-Planitz sagt:

    Die Sperrung der Straße Waldhof führt zu erheblichen täglichen Umwegen und Staus auf Adenauerplatz / Kreuzstraße / Niederwall. Es kommt dadurch zu einer viel höheren Abgasbelastung, als wenn man insbesondere allen, die aus dem Westen der Stadt kommen und in der Innenstadt arbeiten oder einkaufen wollen, eine kurze, direkte Zufahrt zu den Parkhäusern Altstadt-Carree und Welle-Parkhaus ermöglichen würde. Die künstlich produzierten Staus gefährden sogar Menschenleben, da auch Krankenwagen kaum noch durchkommen und jeder Zeitverlust tödlich sein kann.
    Dagegen gab es bei der temporeduzierten einspurigen Einbahnstraßen-Zufahrt über die Straße Waldhof noch nie ernsthafte Probleme für Schüler, die auf die andere Straßenseite wechseln wollten. Ich bin dort selbst jahrelang zur Schule gegangen.
    Es ist illusorisch anzunehmen, dass alle Altstadt-Besucher einfach auf den Pkw verzichten und mit dem Fahrrad oder öffentlichen Nahverkehr in die Innenstadt kommen könnten. Dafür sind die Wege oft viel zu weit, zu wenige schnell erreichbare Bushaltestellen vorhanden und die Fahrtzeiten z.B. der nach Dornberg fahrenden Buslinie 24 mit bestenfalls 30 Minuten Abstand zur nächsten Fahrt selbst für diejenigen zu schlecht, die noch gesund und gut zu Fuß sind. Außerdem dürfen es viele aus gesundheitlichen Gründen gar nicht riskieren, sich einem beträchtlichen Infektionsrisiko in den bei Schulbeginn oder Schulende regelmäßig total überfüllten Bussen auszusetzen. Es fehlen leider große P+R-Parkplätze direkt vor dem Innenstadt-Bereich, die eine Alternative zur Fahrt mit dem Pkw in die Parkhäuser der Innenstadt bieten könnten. Daher muss die direkte Zufahrt zu diesen Parkhäusern gerade auch im Interesse der Vermeidung unnötigen CO2-Ausstoßes unbedingt gewährleistet bleiben.
    Die Sperrung der Straße Waldhof macht die Innenstadt nicht attraktiver, sondern unzugänglich und damit für viele unbrauchbar. Den Besucherrückgang werden am Ende auch die Gastronomiebetriebe zu spüren bekommen, die bis jetzt noch als einzige von größeren Flächen für Außengastronomie profitieren – allerdings auch nur während weniger Sommermonate, in denen ein Großteil der Bevölkerung ohnehin im Urlaub ist. Bei einem Verkehrskonzept sollten aber nicht nur die Interessen von Fahrradfahrern und Gastronomiebetrieben, sondern auch die von weiter entfernt wohnenden, älteren oder kranken Menschen berücksichtigt werden. Gerade diese besonders schutzbedürftigen Personengruppen werden durch das jetzige Konzept von einer Teilhabe am Altstadt-Leben ausgegrenzt. Nicht jeder kann sich ständig ein Taxi leisten.

  15. Heike sagt:

    Ich bin für eine autofreie Altstadt, aber das bisherige Verkehrskonzept weist deutliche Schwächen auf und führt zu Frustrationen. Was dem Konzept vor allen Dingen fehlt, ist das Aufzeigen von Alternativen zum Auto. Nur auf das Fahrrad zusetzen ist etwas mau. Zu den Alternativen zum Fahrrad wird im Verkehrskonzept der Stadt Bielefeld geschrieben: Um den ÖPNV und die Fußgänger kümmere man sich später….
    Es wurden keine neuen PR-Plätze ausgewiesen. Bei der engen Bebauung an den Endhaltestellen dürfte dies zu einem dauerhaften Problem werden. Es wird zwar über die Verlängerungen der einzelnen Stadtbahn-Linien nachgedacht, die bereits bestehenden Probleme werden aber nicht angegangen. Beispiele sind hier
    Umbau der Hauptstraße um einen behindertengerechten Zugang zur Stadtbahn zu schaffen (Planungszeitraum beträgt inzwischen ca. 7 Jahre ohne ein Ergebnis)
    Umbau der Jöllenbecker Str. für einen behindertengerechten Zugang und Einsatz der Vamosbahnen. Planungsbeginn frühestens 2022, bei bekannter Planungsgeschwindigkeit und Bauzeit kann mit einer Veränderung vor 2030 nicht gerechnet werden. Bis dahin werden weiterhin aus Richtung Babenhausen morgens Menschen an der Haltestelle Wittekindstr. zeitweise nicht mehr einsteigen können, weil die Bahn überfüllt ist. Bis dahin sollen aber 25 % mehr Fahrgäste zusteigen. Häufiger kann sie auch nicht fahren, da dafür die Tunnelkapazität nicht ausreicht, was zu einem weiteren Punkt führt: Bei dem Umbau des Jahnplatzes wird nicht berücksichtigt, dass aufgrund der geringen Tunnelkapazität wahrscheinlich eine oberirdische Linie notwendig wird, wenn die Verkehrswende wirklich ernstgemeint ist.

  16. Bärbel sagt:

    Noch eine Verbesserung: Die Kreuzung Waldhof/Bach/Neustädter Straße ist übersichtlicher geworden. Es sieht nur noch ziemlich hässlich aus mit den provisorischen Absperrungen und den Resten der Baustelle Am Bach.

    Ich denke, viel von dem Frust, der hier von Autofahrenden geäußert wird, kommt auch von der Jahnplatzbaustelle. Ich denke, den Erfolg der Verkehrsumlenkungen kann man erst wirklich beurteilen, wenn der Jahnplatz wieder voll benutzbar ist. Denn auch zu Fuß ist die Erlebnisqualität der Bielefelder Innenstadt durch diese Baustelle so eingeschränkt, dass viele die Verbesserungen in der Altstadt gar nicht wahrnehmen.

  17. Bärbel sagt:

    Ich war jetzt mehrmals in dem Bereich der neuen Fahrradstraße und habe positive und negative Anmerkungen:

    Positiv: Es ist kein Posing und keine Rundfahrt mehr möglich. Dadurch ist es deutlich leiser und sicherer besonders für Fußgänger und Fußgängerinnen. Die Aufenthaltsqualität hat sich erhöht, besonders auch für die Gäste der Osteria. Das habe nicht nur ich so wahrgenommen, sondern ich habe es auch von anderen so gehört.

    Negativ: Das Verhalten vieler Autofahrenden gegenüber den Sperren. Man sieht sie schon von weitem. Warum fährt man trotzdem bis kurz davor, um dann mühsam zu wenden?

    Zu verbessern: Warum blieb der Stummel der Obernstraße frei und insbesondere die Parkplätze dort? Dort gibt es weiter lästigen Parksuchverkehr. Dabei gibt es wenige Meter weiter ein großes Parkhaus, wo genug freie Plätze sind.

    Zu verbessern: Die Verkehrslenkung für die Fahrradfahrenden. Die meisten, die gegen die Einbahnstraße fahren, fahren weiter auf dem nicht benutzungspflichtigenroten Radweg, statt auf der Straße.
    Von der Neustädter Straße kann man mit dem Fahrrad kaum nach rechts auf die Straße einbiegen, obwohl der Radweg an der Parkhausausfahrt recht gefährlich ist. Ich verstehe nicht, warum er gerade frisch rot gepflastert wurde, statt den Fahrradverkehr gleich auf die Straße geführt wird, was komfortabler ist und auch sicherer, weil die aus dem Parkhaus Ausfahrenden dort mit Fahrzeugen um die 20 Stundenkilometer rechnen – aber nicht auf dem Radweg, wie ich schon mehrfach selber erlebt habe.
    Außerdem habe ich gerade am Sonntag gesehen, wie Fahrradfahrerinnen auf der Engstelle an der Waldhofmauer Fußgängerinnen zur Seite geklingelt haben. Dabei könnte dieser Platz komplett dem Fußverkehr zur Verfügung stehen (was auch dringend nötig wäre!), wenn die geplante Spur für den Radverkehr entgegen der Einbahnstraße schon markiert wäre.

    • Bärbel sagt:

      Noch eine wünschenswerte Verbesserung zugunsten des Fuß- und Radverkehrs: Es fehlt eine Bordsteinabsenkung für Fahrradfahrende vom Nebelswall, die rechts auf den Waldhof abbiegen wollen. Dadurch wird auch in diesem Bereich viel auf dem Gehweg gefahren. Ein bisschen Asphalt vor dem extrem hohen Bordstein könnte eine kurzfristige Lösung sein. Bitte die optimale Stelle wählen (am besten selber mit dem Fahrrad testen) – Fahrräder können keine rechten Winkel!

    • Bärbel sagt:

      Inzwischen gibt es eine Fahrradspur auf der Straße. Leider nur 1,25 breit und damit schmaler als nach ERA zulässig. Warum muss es an dieser Stelle eine Linksabbiegemöglichkeit für Autos geben? Die einzigen Autos, die dort fahren, kommen doch gerade aus der Welle!

  18. Anwohnerin sagt:

    Ich als Anwohner kritisiere die Straßensperrung am Waldhof. Natürlich ist es schön, wenn eine Schule an einer verkehrsberuhigten Straße liegt. Sicherheit hat hohe Priorität.
    Als Anwohner ist es jedoch die reinste Katastrophe. Es gibt sozusagen nur noch eine Zufahrtsstraße und man muss einen großen Umweg und Staus in Kauf nehmen, um seinen Stellplatz/ Parkplatz zu erreichen. Dadurch verstopfe ich natürlich die anderen Straßen zusätzlich. Und wie in den anderen Kommentaren schon erwähnt, werden unnötige Abgase ausgestoßen. Das Wohnen in der Alstadt verliert für mich an Attraktivität.
    Mal ehrlich, wer fährt schon gern freiwillig einen 10 minütigen Umweg?

    Ich denke nicht, dass durch dir Sperrung die Altstadt verkehrsberuhigter wird. Die Straßen drum herum verstopfen und die Suche nach den Parkplätzen an den Straßen geht weiter.

  19. Ein Kritiker sagt:

    Die Abgase werden LEIDER nur verlagert und schaffen neue verkehrstechnische Probleme , von denen man vorher schon wusste aber NIE wahrhaben wollte.
    Es gibt zu viele die mit dem Auto fahren müssen aus Ermangelung an alternativen. In meiner Freizeit und in der Stadt selbst bin auch ich gerne mit dem Rad oder zu Fuss unterwegs, keine Frage, aber es geht um die Sinnhaftigkeit mancher Maßnahmen und hier sehe ich persönlich keine. Querverbindungen werden gekappt und man muss größere Umwege in Kauf nehmen, um ans Ziel zu kommen und auch höheres Verkehrsaufkommen auf diesen, da alle sich die immer weniger werdenden Straßen teilen müssen.
    Ist das nachhaltig? Schafft das die Klimawende? NEIN!!! – Dafür muss auch Bielefeld sich andere Konzepte überlegen.
    Gibt der ÖPNV das her?
    Passt die Taktung?
    Stehen ausreichend Park-&Ride-Parkplätze zur Verfügung? Fakt ist, wenn ich bald in die Stadt möchte oder etwas innerhalb der Stadt erledigen möchte, bin ich länger unterwegs, es sei denn es ist schönes Wetter und ich kann für meine Besorgungen das “normale” Fahrrad benutzen, ohne E-Antrieb und welches zudem nicht als Lastenfahrrad ausgelegt ist.

  20. Dagmar sagt:

    Leider sitzen die Autofahrer ja nicht nur länger im Auto, sondern produzieren in dieser Zeit auch mehr Abgase….und die Sicherheit der Fußgänger und Fahrradfahrer wird durch die längeren Wege zu den Parkhäusern an anderen Stellen eben umso mehr eingeschränkt. Ich bin seit Jahren in erster Linie Fußgängerin und Fahrradfahrerin. Manchmal ist trotzdem das Auto nötig. Die kürzesten Wege produzieren dann die wenigsten Abgase. ich sehe keinerlei Bereicherung durch die Sperrung des Waldhofs – ganz im Gegenteil!

    • Christian sagt:

      Das sehe ich auch. Ich bin Pendler mit einer Strecke, die nicht mal eben mit dem Fahrrad genommen werden kann. Und ich pendle als Anwohner der Altstadt. Jetzt stehe ich auf der Kreuzstraße und dem Niederwall jeweils mehrere Ampelphasen im Stau und blase mehr CO2 in die Luft als vorher.
      Es ist wie bei der Jahnplatzbaustelle eine Verlagerung des Verkehrs. Jedes Fahrzeug, das vorher den Waldhof genutzt hat, fährt jetzt zusätzlich den Niederwall und Am Bach. Wer hat den an die Anwohner gedacht, die dort wohnen? Wenn es um die Aufwertung der Altstadt gehen sollte, kann es nicht nur „gefühlt“ um die Fahrradpendler gehen, die in die Altstadt oder durch die Altstadt fahren.
      Nur um es klarzustellen: fast alle anderen Maßnahmen des altstadt.raums finde ich als Anwohner wirklich eine Bereicherung.
      Die Waldhof-Sperrung sollte beendet werden, um bei verkehrsbedingten Sperrungen der Kreuzstraße (z. B. Unfall) nicht nur den Rettungsdiensten, sondern auch den Anwohnern eine Möglichkeit zu geben, ihr Ziel zu erreichen.

  21. Andrea sagt:

    Leider verbessert sich die Luftqualität nicht dadurch, dass eine Straße gesperrt wird und die Autofahrer Umwege fahren und im Stau stehen.
    Fahrrad ist nicht für jeden und immer eine Alternative. Der ÖPNV ist vor allem Abends aus Dornberg/ Kirchdornberg in die Stadt und zurück auch eher dürftig, von dem Zustand der Radwege Dornberg/ Kirchdornberg möchte ich lieber gar nicht sprechen.
    Diese Sperrung wird voreilig „durchgedrückt“ ohne ein wirkliches Konzept, wie die Besucher aus den Außenbezirken oder anderen Städten die Innenstadt einigermaßen komfortabel erreichen können.

  22. Bärbel sagt:

    Ich freue mich darauf, endlich auf einer sicheren Fahrradstrasse zur Arbeit zu fahren. Ich hätte mir auch eine weiträumigere Befreiung vom Auto vorstellen können und bin auf das Ergebnis gespannt

    • Tarik sagt:

      Ach ja? Ihnen geht es wohl finanziell gut. Leider gibt es auch Menschen die auf Ihre Autos angewiesen sind. Mein Arbeitsplatz hängt davon ab. Was soll ich jetzt machen ? Spendiert ihr mir jetzt einen Monatsticket ? Also, ich muss leider jeden Cent umdrehen um über die Runden zu kommen.

      • Bärbel sagt:

        Ich muss im Moment nicht mit dem Auto zur Arbeit, aber das war auch schon mal anders. Aber ich behaupte einfach mal, dass es in Bielefeld niemanden ist, der darauf angewiesen ist, über den Waldhof mit dem Auto zu fahren. Da gibt es nun wirklich Alternativen, auch wenn man da vielleicht eine Minute länger dauert.

        • Tarik sagt:

          Genau, Sie sagen es:eine Minute länger fahren !! Genau hier ist doch das Problem: dadurch blase ich 4-fach soviel Abgabe in die Luft. Wo bleibt die Vernunft ??? Ausserdem ist “eine Minute” sehr untertrieben. Rechnen Sie mal mit 10 minuten mehr wegen Stau. Mit anderen Worten, anstatt 1 Minute, verblasen wir 10 mal mehr Abgas in die Altstadt. Sie haben sich einen Tunnelblick angelegt. Bitte legen Sie den Tunnelblick ab ! Sehen Sie das Problem mit Weitsicht. Sie sind Befürworter einer sauberen Luft ? Genau, dann bitte die Sperrung am Waldhof aufheben ! Bin da ganz bei Ihnen, auch ich will saubere Luft. Ausserdem will ich nicht 10 minuten im Stau stehen. Schlimm finde ich das.

  23. S. Schwarz sagt:

    Interessanter finde ich den maroden Adenauer Platz, ich vermute die Feinstaubbelastung ist an dieser Stelle höher als sie je am Jahnplatz war.
    Ich bin leidenschaftliche Radfahrerin und leidenschaftliche Autofahrerin. Komme zu 90% mit dem Fahrrad in die Stadt weil es bequemer und auch schneller ist aus Ummeln. Da der ÖPNV für mich keine große Bedeutung in Bielefeld hat, ist das Fahrrad die bessere Alternative egal bei welchem Wetter. Ich glaube nicht wirklich daran das durch diese Maßnahmen der KFZ-Verkehr weniger wird. Er wird sich anders verlagern. Vielmehr müßte der ÖPNV absolut moderniesiert werden um ihn für alle Menschen und unsere Umwelt attraktiv zu machen.
    Darin sehe ich die einzige Chance für Bielefeld und jede andere “Großstadt” Ich bin gespannt auf die Ergebnisse des “Versuchs”.

  24. Thorsten sagt:

    Diese Kommentare hier…
    Leute, es geht darum die Stadt sicherer zu machen, und den Verkehr einzuschränken. Und bei letzterem geht’s um den Planeten. Wenn wir bald 45 Grad im Schatten haben will auch keiner mehr in die Stadt. Schonmal darüber nachgedacht?
    Dieses ständige Umsatz-Geheule ist so dermaßen kurzsichtig, aber Hauptsache Kohle scheffeln solange es geht…

    • Jonas sagt:

      Genau – ob das Weltklima gerettet wird oder nicht entscheidet sich in der Bielefelder Altstadt…

      Sorry – aber das ist einfach Schwachsinn. Man mag gute Argumente für einige Aspekte des Versuchs finden.
      Dem Klima ist es aber schlicht egal, ob jetzt in der Altstadt Autos fahren oder nicht.

      • Ein Kritiker sagt:

        Die Abgase werden LEIDER nur verlagert und schaffen neue verkehrstechnische Probleme , von denen man vorher schon wusste aber NIE wahrhaben wollte.
        Es gibt zu viele die mit dem Auto fahren müssen aus Ermangelung an alternativen. In meiner Freizeit und in der Stadt selbst bin auch ich gerne mit dem Rad oder zu Fuss unterwegs, keine Frage, aber es geht um die Sinnhaftigkeit mancher Maßnahmen und hier sehe ich persönlich keine. Querverbindungen werden gekappt und man muss größere Umwege in Kauf nehmen, um ans Ziel zu kommen und auch höheres Verkehrsaufkommen auf diesen, da alle sich die immer weniger werdenden Straßen teilen müssen.
        Ist das nachhaltig? Schafft das die Klimawende? NEIN!!! – Dafür muss auch Bielefeld sich andere Konzepte überlegen.
        Gibt der ÖPNV das her?
        Passt die Taktung?
        Stehen ausreichend Park-&Ride-Parkplätze zur Verfügung? Fakt ist, wenn ich bald in die Stadt möchte oder etwas innerhalb der Stadt erledigen möchte, bin ich länger unterwegs, es sei denn es ist schönes Wetter und ich kann für meine Besorgungen das “normale” Fahrrad benutzen, ohne E-Antrieb und welches zudem nicht als Lastenfahrrad ausgelegt ist.

    • Thorsten! sagt:

      Genau. Geht um den Planeten. Deswegen muss jetzt ein Umweg gefahren werden wenn man vom Ossi kommt und zur Welle möchte. Gut durchdacht dieser Umweltaspekt.

      Ja um Umsatz gehts ja wohl jeden Tag. Ihr Geld kommt also von allein? Sie müssen nicht am Ende des Monats schauen ob sich alles noch rentiert wenn weniger Kunden kommen? Da bekommt man vom Kopfschütteln echt schon ein Schleudertrauma.

    • Tarik sagt:

      Ja genau, es geht um den Planeten ! Aber durch die Sperrung für 10 mal mehr Abgas in die Luft geblasen. Also sind Sie dann doch für eine Verpestung der Luft ???? Falls Sie “wirklich” für die Umwelt kämpfen würden, dann müssten Sie auch für die Aufhebung der Sperrung sein. Saubere Luft bekommt man, wenn man E-Autos fährt, oder wenn öffenliche Verkehrmittel gefördert werden würden. Derzeit ist es mit Auto eben viel günstiger als Mit Bus oder Bahn. Wenn ich mir die Preise da anschaue, dann wird mir schnwindelig.

  25. B.L. sagt:

    Wenn man sich andere Städte anschaut (z.B. Münster), ist dort solche eine Situation schon jahrelang gegeben. Die Käufer parken dezentral (für sehr viel mehr Geld) und verbringen den Tag zu Fuß in der Stadt. Das selbe gilt für die Angestellten. Ich musste schon vor zwanzig Jahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gefahren um zu meiner Ausbildungsstätte zu kommen. Die Einzelhändler dort scheinen dort auch keine Einbußen zu haben.
    Es ist einfach eine Umstellung, die aber viel positive Effekte hat. Man kann zb in Ruhe flanieren und seine Pizza essen, ohne dass einen Abgase und Motorenröhren nerven. Gebt doch dem Ganzen mal eine Chance. Das Nichtraucherschutzgesetz hat auch nicht (wie befürchtet) zum großflächigen Kneipensterben geführt.

    • Thorsten! sagt:

      Ob der Waldhof jetzt gesperrt wird oder nicht. Die Autos fahren trotzdem bis oben zur Losteria. Da kommt es auf die 50m Waldhof auch nicht drauf an.
      Also mit in Ruhe essen ist es dann auch nicht.

    • Sonja sagt:

      Ich habe lange in Münster studiert und weiß, dass das nicht stimmt. Dort gibt es z.B. direkt am Rand der Altstadt auf dem Schlossplatz / Hindenburgplatz eine riesige Fläche, auf der man sehr günstig parken kann. Daneben gibt es auch einige völlig kostenfreie P+R-Parkplätze, vgl. https://k3.de/muenster/parken. Außerdem ist Fahrradfahren in Münster längst keine so große sportliche Herausforderung wie in Bielefeld, jedenfalls wenn man aus Dornberg kommt. Da muss man bei Hin- und Rückweg so einige Steigungen bewältigen, wozu viele einfach schon gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind – von den Gefahren bei Dunkelheit ganz zu schweigen.

  26. Gerd Stallmann sagt:

    Für uns als Handwerker und Dienstleister wird die Luft langsam dünn! Wir müssen Umwege machen, stehen in Stau´s und vergeuden viel Zeit, die wir nicht haben.Wir sind darauf angewiesen kurze Wege in der Stadt nutzen zu dürfen!
    Unsere Kunden müssen sonst länger warten und die Fahrzeit verursacht höhere Kosten! Wir wollen der Umwelt zuliebe auch
    nur die nötigste Strecke fahren und nicht im Stau verbringen!
    Auch diese Thematik muss man berücksichtigen! Die Stadt braucht die Gewerbesteuerzahler und es macht keinen Sinn
    wenn in Zukunft die Geschäfte leerstehen! Es geht auch um Arbeitsplätze und ich habe schon einige Stimmen gehört,
    die aufgrund der Verkehrslage in Bielefeld lieber nach Osnabrück oder sogar Hannover fahren!
    Ohne Kompromisse und Zugeständnisse wir das nicht gehen! Gut finde ich diese Abfrage wenn denn die Anregungen auch
    einfliessen und die Entscheidungen nicht schon gefallen sind!

  27. Elisabeth Meyer-Stork sagt:

    Schon vor der Sperrung des Waldhof, die die Situation zusätzlich erschweren wird, ist die Resonanz im Wesentlichen negativ. Auswärtige Kunden beklagen die schlechte Erreichbarkeit der Stadt im Allgemeinen und der Altstadt im Besonderen sowie die Parkplatzsituation (z.B.Merkur-Parkhaus noch immer nur eingeschränkt nutzbar). Selbst Kunden aus den Randbereichen Bielefelds bitten zwischenzeitlich um Versand der Ware oder Lieferung, weil sie nicht in die Stadt wollen. Das bedeutet für uns nicht nur einen erheblichen logistischen Mehraufwand, sondern auch Einbußen bei “Spontankäufen”.
    Auch für meine Mitarbeiter bedeuten die Sperrungen einen um z.T. um 15 Minuten verlängerten Anfahrtsweg zu ihrem Dienst im Geschäft. Das ist eine Konsequenz, die nach meinem Eindruck bislang in der Diskussion kaum eine Rolle spielt.
    Grundsätzlich ist die aktuelle Situation, gerade auch nach den schwierigen Monaten im Einzelhandel, für uns schwer zu ertragen. Ich hoffe sehr, dass in den Testphasen und den “Zwischenbetrachtungen” die Interessen des Handels stärker in den Blick genommen werden als das nach meinem Eindruck bislang der Fall ist.

  28. B.Herbst sagt:

    Mein Sohn geht dort auf die Schule und ich finde die kleine Straße ist derzeit noch viel zu stark befahren. Für alle Schüler und Schülerinnen entsteht durch diese Maßnahme ein sicherer Schulweg. Zudem reduzieren sich Abgase durch welche die Schüler morgens laufen müssen und die Aufenhaltsqualität des Kunsthallenparks, des Museums und auch der Gastronomie in diesem Bereich verbessert sich stark. Bessere Luft, weniger Lärm und mehr Sicherheit sollten doch einen höheren Stellenwert haben, als die Bequemlichkeit der Autofahrer. Diese müssen sich einfach etwas neu orientieren und im Zweifel 5 Minuten länger im Auto sitzen. Die Parkhäuser bleiben ja weiter erreichbar und die Eltertaxis finden sicherlich eine andere Abladestelle für ihre Kinder. Ich freue mich auf die Maßnahme und hoffe in der Zukunft wird mehr in diese Richtung gedacht!

    • Sebastian sagt:

      Es ist sicherlich gut für Schule, Park und Gastronomie, wenn sich die Luftqualität verbessert. Ärgerlich ist nur, dass so getan wird, als löse sich das Problem damit von alleine. Wenn “Eltertaxis [sic!] […] sicherlich eine andere Abladestelle für ihre Kinder [finden]” entsteht Luftverschmutzung leider an anderer Stelle (z.B. an Adenauerplatz, Kreuzstraße, Hans-Sachs-Str. etc.). Leider wird diese Problemverlagerung an die Altstadtränder im gesamten Prozess und der öffentlichen Diskussion nur am Rande diskutiert. Manchmal wirkt es so, als würde dort niemand wohnen. Das ist sehr schade, denn die Zielsetzung ist sicherlich richtig; nur diese ‘aus den Augen aus dem Sinn’-Mentalität hat leider nichts mit Problemlösung zu tun und gefährdet sicherlich auch die Akzeptanz der (nochmal: grundsätzlich begrüßenswerten) Maßnahmen.

  29. Thorsten sagt:

    Ja und für viele Unternehmen bedeutet das jede Menge kosten. Die Post muss ihre Routen umplanen, Abholzeiten können nicht eingehalten werden. Rettungswagen und Co müssen einen großen Umweg fahren. Daran sollte vielleicht auch mal gedacht werden.

    • Ravensberg sagt:

      “Rettungswagen und Co” müssen keine Umwege fahren. Sie finden eine nicht verstopfte Straße vor, Einsatzkräfte können (wie üblich) Poller entfernen – falls Poller überhaupt dauerhaft erforderlich wären, denn die Verkehrszeichen müssten ja eigentlich ausreichen …

Schreibe einen Kommentar zu Ravensberg Antworten abbrechen

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert

Olaf Lewald
Amt für Verkehr
Amtsleiter

   0521 51-3003
   olaf.lewald@bielefeld.de

Oliver Spree
Amt für Verkehr
Projektleiter

   0521 51-8289
   oliver.spree@bielefeld.de