ein Projekt der
Stadt Bielefeld

Endspurt f├╝r die Testphase
Wir kommen in die Spur

Unsere Altstadt soll sch├Âner und sicherer werden. Als letzte Ma├čnahme zur Verkehrsberuhigung ┬áwird am Mittwoch, 18. August 2021 die Stra├če Waldhof zwischen Obernstra├če und Welle gegen├╝ber der Zufahrt zu den Schulh├Âfen des Ratsgymnasiums und des Gymnasiums am Waldhof als reine Fahrradstra├če ausgewiesen und f├╝r den Kfz-Verkehr gesperrt. Der motorisierte Verkehr wird k├╝nftig ├╝ber die Kreuzstra├če umgeleitet. Die Beschilderung des Parkleitsystems ist bereits entsprechend angepasst worden.

Wir versprechen uns davon eine Verbesserung der Verkehrssituation vor den Schulen in der Altstadt, insbesondere am Ratsgymnasium und am Gymnasium am Waldhof. Fu├čg├Ąnger*innen und Radfahrer*innen erhalten mehr Raum und damit Sicherheit, das ist besonders f├╝r die Sch├╝ler*innen wichtig. Wir sind gespannt, wie sich die Belebung zwischen LÔÇÖOsteria, Kunsthalle und Kunstforum Hermann Stenner gestaltet.

Uns ist bewusst, dass die Ausweisung der Fahrradstra├če am Waldhof f├╝r Sie einige ├änderungen im bislang gewohnten Ablauf bedeutet. Wir w├╝rden uns freuen, wenn Sie am Anfang der testweisen Erprobung ein bisschen Geduld mitbringen k├Ânnten, bis sich die neuen Wege eingespielt haben. Wir werden die Situation vor den Schulen beobachten und Verbesserungen vornehmen, wenn diese n├Âtig sein sollten. Wenn Sie dazu Ideen haben, teilen Sie uns diese gern mit.

+++ Ticker vom 19.08.2021: Aktuelle Infos zum Waldhof +++
Reaktion auf Situation am Waldhof >> lesen

Kommentare

  1. Christian sagt:

    Was f├╝r eine ÔÇ×beschisseneÔÇť Verkehrslenkung und -politik! Es gibt nur noch einen Weg in die Altstadt (├╝ber die Kreuzstra├če und den Niederwall). Dort kommt es heute zu Verkehrsbehinderungen und schon staut es sich bis auf den OWD und im Ergebnis dauert es 30 min l├Ąnger nach Hause zu kommen.

    Vielleicht beginnen die im Rat der Stadt an dieser Entscheidung beteiligten Parteien mal Politik f├╝r Bewohner zu machen anstatt sich mit Fahrrad-Symbolpolitik ins Rampenlicht zu stellen. Ich wiederhole als Pendler und Anwohner der Innenstadt: nicht jeder kann sich mit dem Fahrrad oder ├ľPNV zur Arbeit bewegen. Und die Anwohner von Niederwall und Am Bach sind in keiner Weise in die Entscheidung, den Waldhof zu sperren, eingebunden worden. Sie erleiden Nachteile durch hohen CO2-Aussto├č (heute 30 min allein durch mich im Stau) und Verkehrsl├Ąrm.

    Ich selbst nutze, wenn ich keine weiten Strecken zur├╝cklegen muss, gern das Fahrrad. Ich begr├╝├če die meisten anderen Ma├čnahmen der Altstadtgestaltung. Aber unn├Âtig CO2 zu verursachen und Pendlern Lebenszeit zu stehlen, kann nicht der richtige Weg sein, um umweltfreundlicher zu werden.

    Meine Appell: Stoppt die Sperrung des Waldhofs dauerhaft oder seht f├╝r Anwohner Ausnahmen vor.

    Zu bedenken gibt es auch: Unternehmen werden gesetzlich gezwungen, zweite Fluchtwege vorzuhalten, falls einer der beiden Wege versperrt ist. Heute h├Ątte auch ein Rettungswagen keine Chance gehabt, innerhalb angemessener Zeit die Kreuzstra├če zu passieren.
    Gibt es keine Vorgaben Einsatzkr├Ąften dies ebenfalls zu erm├Âglichen oder wird das Feuerwehramt der Stadt nicht angeh├Ârt?

    • Christian sagt:

      Bevor ich missverstanden werde. Ich habe nichts gegen die Aus├╝bung des Demonstrationsrechts. Ich bin nur gegen eine Verkehrspolitik, die keine Alternativen bietet und habe deswegen die Parallele zu den Einsatzkr├Ąften gezogen.

  2. Anna sagt:

    Wie Bielefeld in irgendeiner Form noch attraktiv als Wohnort bleiben soll ist sehr fraglich. Als Anwohnerin, die leider t├Ąglich aus beruflichen Gr├╝nden pendeln muss f├╝hle ich mich einfach ver├Ąppelt. Die Kreuzstra├če ist kurz nach Mittag bis zum fr├╝hen Abend einfach die H├Âlle! Nicht auszudenken, was passiert, wenn da mal ein RTW durch muss. Das ewige stehen und stop and go kann wirklich f├╝r niemanden angenehm sein, mal abgesehen von den Anwohnern dieser Stra├če. Sollte dann tats├Ąchlich auch noch die Arthur-Ladebeck-Stra├če einspurig werden, wird es noch gewaltigere Probleme geben, da es sich dort ohnehin schon ohne Ende staut. Auch dort fahren sehr regelm├Ą├čig Krankentransporte lang, die bereits bei zweispuriger Stra├če kaum durchkommen. Ich brauche aufgrund der rar ges├Ąhten Anwohnerparkpl├Ątze ab der Abfahrt vom Ossi t├Ąglich 15 bis 20 Minuten, da man f├╝r die Suche eines Parkplatzes mehrfach im Kreis fahren muss und nicht einfach wieder in die Altstadt kommt und auf der ├╝berf├╝llten Kreuzstra├če vorlieb nehmen muss. Ich fahre gerne mit dem Rad oder der Bahn, um die Dinge des t├Ąglichen Gebrauchs zu erledigen, aber ich komme nicht anders zur Arbeit als mit dem Auto. Es w├Ąre vielleicht mal eine ├ťberlegung wert, alle Parkpl├Ątze ab ÔÇ×Am BachÔÇť hoch bis zur Kreuzstra├če als Anwohnerparkpl├Ątze zu deklarieren, um den Publikumsverkehr in der Altstadt zu verringern. Aber nein, nach der ewigen Baustelle seit April 2020 bis jetzt am Bach, wird man nur weiter bestraft und muss sich jetzt noch mit der fehlenden Zufahrt ├╝ber den Waldhof rumschlagen. Wenn man meint, unbedingt Stra├čen dicht machen zu m├╝ssen sollte man vielleicht in Erw├Ągung ziehen, die Stra├čen um das Nichtschwimmer, Mellow Gold und Moccaklatsch autofrei zu gestalten, denn dort fahren au├čer Lieferanten f├╝r die Restaurants Prollos ihre Wagen ohne jegliche R├╝cksicht auf Radfahrer, Fu├čg├Ąnger und Restaurantbesucher spazieren.

  3. Christian sagt:

    Gestern war die Kreuzstra├če wieder ein Erlebnis der besonderen Art. Ab Adenauerplatz bis zum Landgericht fuhren zwei Fahrzeugschlagen in Schritttempo, was etwa 8 bis 10 Minuten dauerte. Das war gegen 17 Uhr, wird aber von dem ein oder anderen wahrscheinlich auch h├Ąufiger zu beobachten sein.
    Die Sperrung des Waldhofs ist daher umweltpolitisch kontraproduktiv, hinzu kommt die Aggressivit├Ąt der wartenden Verkehrsteilnehmer.
    W├Ąre eine Sperrung des Waldhofs zu Schulbeginn und eine Umwidmung zur Fahrradstra├če mit Freigabe f├╝r Autos und entsprechender Umgestaltung nicht die bessere L├Âsung?

  4. Tarik sagt:

    Das ist Dransalierung der B├╝rger. Wir Autofahrer werden mit diesen Ma├čnahmen einfach nur geq├Ąult. Die Schlie├čung des Waldhofs ist wirklich ├╝bertrieben. Dadurch wird die Stadt noch verpesteter als es schon ist. Ich bin absolut f├╝r eine saubere Stadtluft. Aber durch die Waldhof-Sperrung produziert ihr einfach nur mehr Stau. Die B├╝rger die auf Auto angewiesen sind, werden schon Ihren Weg zur Altstadt finden. Und daf├╝r werden auch 4-fach l├Ąngere Fahrt auf sich nehmen. 4-fach l├Ąngere Fahrt, bedeutet 4-fach mehr dreckige Luft. Stau noch nicht mal mitberechnet. Ihr k├Ânnt nicht ├╝ber den K├Âpfen der B├╝rger politik betreiben. Wir Autofahrer sind auch gleichwertige B├╝rger wie Radfahrer und Fu├čg├Ąnger. Meiner Meinung nach ist das Diskriminierung.

  5. Mike sagt:

    Ich unterst├╝tze den Gro├čteil der Ma├čnahmen in der Altstadt, finde die Sperrung am Waldhof jedoch absolut unverh├Ąltnism├Ą├čig, Alles, was aus dem Westen kommt (und damit meine ich nicht nur den Teil zwischen Stapenhorst- und Wertherstra├če) kommt nun nicht mehr auf kurzem Weg in die Altstadt.

    Es geht in der Diskussion auch nicht nur um SUVs, die zum Einkaufen am besten direkt vors Gesch├Ąft am Alten Markt fahren wollen. Es geht um ├ältere, Pendler, Handwerker, Berufst├Ątige, Lieferdienste (nein, nicht amazon, aber irgendwie m├╝ssen die Waren ja in die L├Ąden kommen) und wo weiter.

    Der R├╝ckstau vom Adenauerplatz geht aktuell zur├╝ck bis auf die Stapenhorststra├če, die Linksabbiegerspur stadtausw├Ąrts am Adenauerplatz in die Kreuzstra├če ist f├╝r diese Menge Verkehr niemals ausgelegt. Dazu kommt, dass nun jeder, der den OWD an der Stapenhorststra├če oder am Johannistal verl├Ąsst, auch diesen Weg nehmen muss, was den R├╝ckstau nur weiter verl├Ąngert.

    Spannend wird es dann noch, wenn sowohl Arthur-Ladebeck-Stra├če als auch Kreuzstra├če gegen Ende des Jahres einspurig werden. Da fehlt mir dann wirklich jegliche Fantasie.

    Das Auto zu verteufeln mag aktuell on vogue sein, allerdings sieht die Realit├Ąt doch anders aus. Der Umweltaspekt zieht hier meiner Meinung nach nicht, weil durch k├╝nstliche Staus die Luftqualit├Ąt keinesfalls verbessert wird. Und so weit ist die L┬┤osteria jetzt nun auch nicht von der Kreuzstra├če entfernt. Ich w├Ąre sehr gespannt auf eine Feinstaubmessung am Adenauerplatz und an der Kreuzung Niederwall / Detmolder Stra├če und Kreuzstra├če.

    Wir gehen gerne am Klosterplatz etwas essen. Da dies mittlerweile die einzige Ausfahrt aus dem Teil der Altstadt ist, gibt es auch hier einen gewaltigen R├╝ckstau. Hier kann man vielleicht mal die Ampelschaltungen pr├╝fen, die in BI generell mit dem Aspekt einer gr├╝nen Welle wenig gemein haben. Das l├Ąuft in G├╝tersloh sehr viel besser.

    Verbote bringen keine ├ťberzeugung, lediglich kontr├Ąre Positionen.

    • Christian sagt:

      Ich unterst├╝tze Mikes Auffassung vollumf├Ąnglich. Den Stau aus Richtung Stapenhorststra├če zur Kreuzstra├če habe ich heute selbst erlebt, und dass in bester Absicht weniger Emissionen mit dem Auto auszusto├čen. Das war wohl nichtsÔÇŽ
      Aber wieso einspurige Kreuzstra├če???

      • Mike sagt:

        Ich hatte gemeint mal gelesen zu haben, dass die Kreuzstra├če auch einspurig zur├╝ck gebaut werden sollte.

        Wenn dem nicht so sein sollte, reicht mit Sicherheit aber auch das Chaos durch die einspurige Arthur-Ladebeck-Stra├če ­čÖé

    • Uta Meyer sagt:

      Wahre Worte!

  6. Team vom Altstadtraum sagt:

    Wir danken Ihnen f├╝r die vielen sachlichen Kommentare und die angeregte Diskussion.
    Machen Sie bitte weiter. Wir sind in der Testphase und noch ist nichts in Beton gegossen.
    Wir k├Ânnen noch einiges ver├Ąndern, damit der altstadt.raum f├╝r alle Bielefelder*innen noch lebens- und liebenswerter wird.

  7. Frank Carstensen sagt:

    Die Querung der Neust├Ądter Stra├če ├╝ber Waldhof/Am Bach war bislang f├╝r Fu├čg├Ąnger ├Ąu├čerst un├╝bersichtlich und aufgrund der teils ├╝berh├Âhten Geschwindigkeit der aus Richtung Waldhof kommenden Pkw auch immer wieder gef├Ąhrlich.
    Durch die Sperrung zeigt sich nun eine deutliche Verringerung des Querverkehrs und damit auch h├Âhere Sicherheit f├╝r Fu├čg├Ąnger und Radfahrer bei der Querung in die Altstadt und zur├╝ck. Insbesondere f├╝r die Gesch├Ąfte in der s├╝dlichen Neust├Ądter Stra├če hat eine sichere und bequeme fu├čl├Ąufige Anbindung an die Altstadt eine nicht zu untersch├Ątzende Bedeutung.

    • Christian sagt:

      Um die Querung sicherer zu machen, w├╝rde sich ein Zebrastreifen anbieten, anstatt den Waldhof komplett zu sperren.

    • Tarik sagt:

      Moment mal.. Radfahrer werden immer von uns Autofahrern respektier. Die haben auch ihre eigenen Radwege. Die benutzten auch die Stra├čen daf├╝r. Fu├čg├Ąnger hingegen, werde auch von uns Radfahrern respektiert. Auch die d├╝rfen die Stra├čen nutzen. Wo liegt jetzt das Problem ? Kam es in der Vergangenheit zu Unf├Ąllen ?? Nein! Sie nehaupten, dass es zu einer “deutliche Verringerung des Querverkehrs” gekommen ist. Und was ist mit den Ladenlokalen in der Altstadt ? Die Kunden werden definitiv ausbleiben. Keiner will Stau, keiner will gesperrte Stra├čen, daher werden wir Autofahrer die Altstadt meiden. Ein Verlust f├╝r die lokalen Gesch├Ąfte !! Werde jetzt noch intensiver ├╝ber Amazon und eBay bestellen.

  8. Sandra Nattkemper-Peter sagt:

    Ich m├Âchte gern Herrn Frischemeier antworten, der sich, wie in der NW heute zu lesen ist, fragt, wer die Benachteiligten der Sperrung seien: es sind z. B. alle ├Ąlteren Bielefelder, die im
    Westen wohnen, die Buslinie 24 nicht fu├čl├Ąufig erreichen k├Ânnen, nicht mehr Fahrrad fahren k├Ânnen und gern weiterhin ihre Erledigungen und Arztbesuche in der Stadt machen m├Âchten. Wie kann es sein, dass man darauf keine R├╝cksicht mehr nimmt. Wer in den letzten Tagen die leere Altstadt gesehen hat und sich mit dem ein oder anderen der Bielefelder Einzelh├Ąndler unterhalten hat, ahnt, dass diese Gruppe wohl auch bald zu den Benachteiligten geh├Âren wird. Flanieren in einer Innenstadt ohne inhabergef├╝hrte Gesch├Ąfte macht dann auch keinen Sinn mehr. Ich wohne seit 50 Jahren in Bielefeld und bin zutiefst entt├Ąuscht, wie kompromiss- und r├╝cksichtslos entschieden wird.

    • E. M. P. sagt:

      Auch Ich finde es nicht sehr sinnvoll, wenn nun all jene aus der Altstadt ausgesperrt werden, die nicht so gut zu Fu├č sind oder nicht mit dem Rad fahren k├Ânnen. Wer in die Welle will zum Parken muss nun einen Umweg fahren. Ist das umweltfreundlich?Die Idee, die Stadt lebensfreundlicher zu machen betrifft doch alle, oder? Wird es k├╝nftig Gep├Ącktr├Ąger in der Stadt geben, welche die eingekaufte Ware transportieren, die zu schwer zum Schleppen ist? Und: Flanieren ohne einkaufen macht keinen H├Ąndler gl├╝cklich.

    • B├Ąrbel sagt:

      Ich war jetzt des ├Âfteren im s├╝dlichen Bereich der Altstadt und habe nicht gesehen, dass es leerer war als vor dem Verkehrsversuch, eher im Gegenteil. Der Handel leidet seit langem unter der Verlagerung des Konsums ins Internet, die sich durch Corona verst├Ąrkt hat. Gerade deswegen ist es so wichtig, ein sch├Ânes, einladendes Umfeld zu schaffen. Auf einem Parkplatz macht das Einkaufen keinen Spa├č. Eine Altstadt, in der man unbesorgt flanieren kann und wo die Fassaden nicht von Autos versteckt sind, ist dagegen einladend. Holl├Ąndische und italienische St├Ądte, die die Autos aus ihren Zentren verbannt haben, haben es schon lange vorgemacht, immer mehr St├Ądte im In- und Ausland machen es erfolgreich nach. Bielefeld ist da eher Nachz├╝gler.

      Das Ehepaar aus Dornberg kann einfach au├čerhalb der Sto├čzeiten fahren, dann kommt man auch ohne stockenden Verkehr ├╝ber die Kreuzstra├če. Oder sie k├Ânnten beispielsweise die Uni anfahren, dort gibt es haufenweise kostenlose Parkpl├Ątze mit Stadtbahnanschluss, und von dort bis zum Rathaus durchfahren. Vielleicht findet es auch eine andere neue Routine.
      Ich bin wirklich erstaunt, wie bedeutend der Autoverkehr durch den Waldhof bisher gewesen sein soll. Ich wohne seit 1990 in Bielefeld und bin kein einziges Mal mit dem Auto dort durchgefahren, obwohl ich meine Kinder, als sie klein waren, regelm├Ą├čig mit dem Auto zu einer Zahnarztpraxis in der Obernstra├če gebracht habe. Aber den Stress, dort einen Parkplatz zu suchen, wollte ich mir nicht antun und habe deswegen lieber etwas Fu├čweg eingeplant. Das ist gesund und macht viel mehr Spa├č – und auf dem R├╝ckweg haben wir dann ├Âfter noch eine Kleinigkeit eingekauft, was wir sonst nicht getan h├Ątten!

  9. Ravensberg sagt:

    Die Diskussion um die Stra├če Waldhof scheint mir teilweise mehr von Emotionen und Gewohnheiten getragen zu sein als von rationalen ├ťberlegungen.

    Die Fahrer/innen von ÔÇ×ElterntaxisÔÇť sollen k├╝nftig nicht mehr das tun k├Ânnen, was bisher auch schon nicht durften, aber als ihr gutes Recht betrachteten: Geh- und Radwege zu blockieren. Vielleicht w├Ąren die Ma├čnahmen im Verkehrsversuch ÔÇ×milderÔÇť ausgefallen, h├Ątte es diese Ausw├╝chse nicht gegeben, genauso wie den (f├╝r eine solche Stra├če) ├╝berm├Ą├čigen Durchgangsverkehr.

    Als Problem wird empfunden, mit dem Auto die Tiefgaragen ÔÇ×Golden TulipÔÇť und ÔÇ×WelleÔÇť auf demselben Wege anzufahren, den man seit vielen Jahren ohnehin nutzt, wenn man sie wieder verl├Ąsst.

    Alle Parkh├Ąuser und Tiefgaragen in der Altstadt und in fu├čl├Ąufiger Entfernung zur Altstadt sind nach wie vor erreichbar, lediglich f├╝r zwei von ihnen ├Ąndert sich f├╝r einen Teil der Nutzer/innen der Anfahrtsweg. F├╝r alle anderen bleibt es wie es ist.

    Und au├čerdem: Der ├ľPNV in Bielefeld und in der Region ist bei weitem nicht so schlecht, wie er in der j├╝ngsten Diskussion mitunter dargestellt wird. Aus Richtung Herford, Lippe, G├╝tersloh, Halle, Werther f├Ąhrt man mit Bahn, Bus, Stadtbahn bis unmittelbar an die Altstadt heran ÔÇô ohne Parkplatzsuche. Notfalls w├╝rde eine Autofahrt zum n├Ąchsten ├ľPNV-Knoten gen├╝gen. Es ist eine Frage der Gewohnheit und der Organisation.

    Die Kritiker der (testweisen) Ma├čnahme am Waldhof bem├Ąngeln, dass es (im Vergleich) klimasch├Ądlicher sei, aus nordwestlicher Richtung die Altstadt ├╝ber den Niederwall statt ├╝ber den Waldhof anzufahren.
    F├╝r den menschengemachten Klimawandel wird es insgesamt keinen messbaren Unterschied erzeugen, ob Menschen mit dem Auto durch den Waldhof zu den Tiefgaragen fahren, oder ob sie einen Umweg von ein paar hundert Metern fahren und eine als unzumutbar empfundene ÔÇ×zehnmin├╝tige Verz├ÂgerungÔÇť auf sich nehmen.
    Einen Unterschied w├╝rde es machen, wenn der Kraftverkehr insgesamt abn├Ąhme. Bei ihren ÔÇ×klimabesorgtenÔÇť ├ťberlegungen gehen die Kritiker offenbar davon aus, dass der Kraftverkehr in der Altstadt ├╝berhaupt nicht abnehmen werde. Wer andererseits (wie in der Presse zu lesen) lieber eine weitere Strecke nach Paderborn oder Osnabr├╝ck f├Ąhrt, um in Bielefeld einen Umweg von ein paar hundert Metern und eine als unzumutbar empfundene ÔÇ×zehnmin├╝tige Verz├ÂgerungÔÇť (Zitat) zu vermeiden, kann sicherlich nicht f├╝r sich in Anspruch nehmen, von der Sorge um den Klimawandel oder auch von der Sorge um den Bielefelder Einzelhandel getrieben zu sein.

    Was haben die Menschen gemacht, bevor es diese Tiefgaragen gab? Die Altstadt nicht aufgesucht? Ich glaube kaum …
    Nehmen wir doch weiterhin die Angebote des Handels und der Gastronomie wahr! Sie sind kein bisschen schlechter geworden, weil ein St├╝ck Waldhof zur Fahrradstra├če erkl├Ąrt wurde. Im Gegenteil: Es ist angenehmer geworden, in die Altstadt zu fahren und sich dort aufzuhalten.

    • Christian sagt:

      K├Ânnen Elterntaxis nicht mit einer tempor├Ąren Sperrung des Waldhofs zu Schulbeginn verhindert werden?
      Das w├╝rde die Verkehrssicherheit und die Umweltbilanz bereits f├Ârdern.

  10. Ravensberg sagt:

    Der Sinn des Versuchs wird nicht dadurch in Frage gestellt, dass es noch ein paar ÔÇ×handwerklicheÔÇť M├Ąngel bei seiner Durchf├╝hrung gibt: Die ├ľffentlichkeitsarbeit h├Ątte besser und zielgruppengerechter sein k├Ânnen, um das ÔÇ×ChaosÔÇť mit ÔÇ×verzweifeltenÔÇť Autofahrer/innen zu vermeiden. Vielleicht war das Amt f├╝r Verkehr etwas zu optimistisch, als es annahm, dass Autofahrer/innen die Bedeutung der Verkehrszeichen ÔÇ×vorgeschriebene FahrtrichtungÔÇť und ÔÇ×Fahrradstra├čeÔÇť kennen und sich auch danach verhalten.

  11. Ravensberg sagt:

    Die Aufenthaltsqualit├Ąt in Altst├Ądter Kirchplatz, Hagenbruchstr. (wenn denn mal die Hausbaustelle endlich beendet wird), Ritterstr., S├╝sterplatz, Renteistr. ist wirklich deutlich besser geworden und man merkt, wie es sich sie sich immer weiter entwickelt, und wir die Menschen Stra├čen und Pl├Ątze ÔÇ×in Besitz nehmenÔÇť.

    Die Ansicht, Waldhof und Am Bach m├╝ssten nicht einbezogen werden, weil sie keine ÔÇ×FlaniermeilenÔÇť seien, kann ich nicht nachvollziehen. Diese Stra├čen (und bisher ein Strom von Kfz) durchschneiden die Freifl├Ąchen des ÔÇ×KunstdreiecksÔÇť mit seinen Skulpturen, und sie trennen die Altstadt vom Bereich der historischen Neustadt (Park der Menschenrechte, s├╝dlicher Abschnitt der Neust├Ądter Str., Breite Str.). Eine Verkehrsberuhigung bietet die Chance, diese Bereiche endlich besser aneinander r├╝cken zu lassen und auf angenehme Weise zu Fu├č zu erfahren.

  12. Regine Meinerts sagt:

    Es kann doch kein Argument f├╝r das Offenhalten einer Stra├če sein, dass ich Umwege fahren muss, wenn mir ein bestimmter Weg versperrt ist. Dann m├╝ssten wir ja s├Ąmtliche Einbahnstra├čenregelungen aufheben, denn auch die f├╝hren dazu, dass man ab und an einen Umweg fahren muss. Wo ist denn das Recht geschrieben, dass jede(r) mit dem Auto m├Âglichst ungehindert von A nach B kommen muss? (Und sowohl in A und auch in B direkt einen Parkpklatz beanspruchen darf?)

    Ich kann auch nicht verstehen, dass von 10, gar 15 Minuten Umweg die Rede ist. Die langen Staus an der Artur-Ladebeck-Stra├če und an der Detmolder Stra├če haben sich nach den ersten Tagen des Umgew├Âhnens schon gewaltig reduziert, oder?

    Das Umweltargument (mehr Stau, mehr Abgase) f├Ąllt in meinen Augen auf all die zur├╝ck, die aus Gewohnheit, aus Bequemlichkeit, aus “ich lass mir nichts wegnehmen” -Gr├╝nden immer noch Auto fahren, obwohl es ihnen m├Âglich w├Ąre, sich alternativ zu bewegen. W├╝rden nur diejenigen noch Auto fahren, die wirklich darauf angewiesen sind, – ich bin sicher, dann h├Ątten wir keine Staus mehr in der ganzen Stadt, nirgends!

    Das kleine St├╝ckchen Waldhof ist f├╝r den KFZ-Verkehr auch nicht nur deshalb gesperrt worden, damit die Schulen und die Osteria etwas mehr Ruhe haben und damit Menschen auf diesem St├╝ckchen auf der Stra├če Rad fahren k├Ânnen, sondern auch, damit die Verbindung Waldhof/Am Bach nicht mehr als “Abk├╝rzung” durch die Altstadt genutzt wird. Ich finde es vern├╝nftig, den Verkehr au├čen um die Altstadt herumzuleiten.

    Ich m├Âchte vorschlagen, auch das St├╝ck Waldhof ab der ├Âstlichen Einm├╝ndung der Welle als Fahrradstra├če auszuweisen, mit “KFZ frei” zwischen den beiden Waldhofeinm├╝ndungen (nur dort!) in Einbahnstra├čenrichtung. Dann haben Fahrradfahrerinnen und -fahrer ein l├Ąngeres St├╝ck (fast) f├╝r sich.

    Es muss viel besser als bisher deutlich gemacht werden, dass Fahrr├Ąder auf den Fahrradstra├čenabschnitten auf die Fahrbahn geh├Âren! Und dass die “B├╝rgersteige” nun ganz den Fu├čg├Ąngern geh├Âren.
    Dies kann sofort geschehen.

    • Christian sagt:

      Hier geht die Annahme – wie bei anderen Beitr├Ągen – fehl. Bei weitem nicht alle sind Gewohnheitstiere oder zu bequem, auf das Fahrrad umzusteigen, sondern habe eine Pendlerdistanz oder -ort, die schlichtweg nicht mit dem Fahrrad m├Âglich ist. Die Schwarz-Wei├č-Sichtweise, wenn man weiter Auto f├Ąhrt, ist man gegen F├Ârderung des Fahrradverkehrs, ist nicht akzeptabel. W├Ąhrend ich berufsbedingt Autopendler bin, fahre ich am Wochenende mit dem Fahrrad oder gehe zu Fu├č, um meinen Beitrag f├╝r die Umwelt zu leisten. Wenn ich w├Ąhrend der Woche durchschnittlich t├Ąglich 8 min Umweg (Erfahrungswert seit Sperrung des Waldhofs) nehmen muss, produziere an den Ampelphasen, mehr CO2, und das in der Innenstadt und nicht ÔÇ×irgendwoÔÇť, so dass der Innenstadt damit nicht geholfen ist. Davon abgesehen, kommt es zu mehr Verkehr im Bereich Am Bach/Niederwall. Wieso sollten die Anwohner (ich bin nur einer von ihnen) den zus├Ątzlich entstandenen Verkehr mit offenen Armen begr├╝├čen? Es ist eine Verlagerung von Verkehr, die nun andere belastet und damit keinen Sinn macht.

  13. J├╝rgen sagt:

    Die Situation am Waldhof wird immer verr├╝ckter. Neben den bereits vielfach erw├Ąhnten Nachteilen f├╝r den Berufsverkehr kommt es derzeit zu bedenklichen Vorkommnissen.

    Selbsternannte Ordnungsh├╝ter in Warnwesten schmei├čen sich vors Auto und wollen die Zufahrt zu den Parkh├Ąusern Welle und Contipark verhindern. Sie weisen sich weder aus, noch wollen sie akzeptieren, dass es noch f├╝r Autos offene Stra├čen gibt, um die Parkh├Ąuser zu erreichen. Eine weitere Erschwernis f├╝r in der Altstadt ans├Ąssige Berufst├Ątige.

    Die offiziellen Ordnungsh├╝ter dagegen besch├Ąftigen sich derzeit damit, den Sch├╝lern, die mit dem Roller zu Schule fahren, Kn├Âllchen zu verteilen, obwohl diese auf dem offiziellen Schulparkplatz parken. Dieser ist gegen├╝ber dem Ratsgymnasium extra geschaffen worden, ├╝berwiegend f├╝r Fahrr├Ąder, aber seit Jahren stehen dort auch die Roller der Sch├╝ler.

    Ich stelle mir sowieso die Frage, wo bitte kann man in der Altstadt inzwischen noch sein Zweirad parken. Die offiziellen Motorradparkpl├Ątze sind entweder in Parkpl├Ątze f├╝r Autos umgewandelt worden oder durch Umbauma├čnahmen einfach entfallen. Leider wird diese Randgruppe ignoriert, au├čer vom Ordnungsamt, dass verteilt flei├čig Kn├Âllchen.

    • anonym sagt:

      Den selbst ernannten Ordnungsh├╝ter in der Warnweste habe ich gestern auch erlebt. Er ist auf die Stra├če gegangen, um den Verkehr zwischen Welle und Neust├Ądter Stra├če zu regeln. Ich hoffe, dass die Polizei dem Einhalt gebietet.

  14. Sonja M├╝ller-Planitz sagt:

    Die Sperrung der Stra├če Waldhof f├╝hrt zu erheblichen t├Ąglichen Umwegen und Staus auf Adenauerplatz / Kreuzstra├če / Niederwall. Es kommt dadurch zu einer viel h├Âheren Abgasbelastung, als wenn man insbesondere allen, die aus dem Westen der Stadt kommen und in der Innenstadt arbeiten oder einkaufen wollen, eine kurze, direkte Zufahrt zu den Parkh├Ąusern Altstadt-Carree und Welle-Parkhaus erm├Âglichen w├╝rde. Die k├╝nstlich produzierten Staus gef├Ąhrden sogar Menschenleben, da auch Krankenwagen kaum noch durchkommen und jeder Zeitverlust t├Âdlich sein kann.
    Dagegen gab es bei der temporeduzierten einspurigen Einbahnstra├čen-Zufahrt ├╝ber die Stra├če Waldhof noch nie ernsthafte Probleme f├╝r Sch├╝ler, die auf die andere Stra├čenseite wechseln wollten. Ich bin dort selbst jahrelang zur Schule gegangen.
    Es ist illusorisch anzunehmen, dass alle Altstadt-Besucher einfach auf den Pkw verzichten und mit dem Fahrrad oder ├Âffentlichen Nahverkehr in die Innenstadt kommen k├Ânnten. Daf├╝r sind die Wege oft viel zu weit, zu wenige schnell erreichbare Bushaltestellen vorhanden und die Fahrtzeiten z.B. der nach Dornberg fahrenden Buslinie 24 mit bestenfalls 30 Minuten Abstand zur n├Ąchsten Fahrt selbst f├╝r diejenigen zu schlecht, die noch gesund und gut zu Fu├č sind. Au├čerdem d├╝rfen es viele aus gesundheitlichen Gr├╝nden gar nicht riskieren, sich einem betr├Ąchtlichen Infektionsrisiko in den bei Schulbeginn oder Schulende regelm├Ą├čig total ├╝berf├╝llten Bussen auszusetzen. Es fehlen leider gro├če P+R-Parkpl├Ątze direkt vor dem Innenstadt-Bereich, die eine Alternative zur Fahrt mit dem Pkw in die Parkh├Ąuser der Innenstadt bieten k├Ânnten. Daher muss die direkte Zufahrt zu diesen Parkh├Ąusern gerade auch im Interesse der Vermeidung unn├Âtigen CO2-Aussto├čes unbedingt gew├Ąhrleistet bleiben.
    Die Sperrung der Stra├če Waldhof macht die Innenstadt nicht attraktiver, sondern unzug├Ąnglich und damit f├╝r viele unbrauchbar. Den Besucherr├╝ckgang werden am Ende auch die Gastronomiebetriebe zu sp├╝ren bekommen, die bis jetzt noch als einzige von gr├Â├čeren Fl├Ąchen f├╝r Au├čengastronomie profitieren – allerdings auch nur w├Ąhrend weniger Sommermonate, in denen ein Gro├čteil der Bev├Âlkerung ohnehin im Urlaub ist. Bei einem Verkehrskonzept sollten aber nicht nur die Interessen von Fahrradfahrern und Gastronomiebetrieben, sondern auch die von weiter entfernt wohnenden, ├Ąlteren oder kranken Menschen ber├╝cksichtigt werden. Gerade diese besonders schutzbed├╝rftigen Personengruppen werden durch das jetzige Konzept von einer Teilhabe am Altstadt-Leben ausgegrenzt. Nicht jeder kann sich st├Ąndig ein Taxi leisten.

  15. Heike sagt:

    Ich bin f├╝r eine autofreie Altstadt, aber das bisherige Verkehrskonzept weist deutliche Schw├Ąchen auf und f├╝hrt zu Frustrationen. Was dem Konzept vor allen Dingen fehlt, ist das Aufzeigen von Alternativen zum Auto. Nur auf das Fahrrad zusetzen ist etwas mau. Zu den Alternativen zum Fahrrad wird im Verkehrskonzept der Stadt Bielefeld geschrieben: Um den ├ľPNV und die Fu├čg├Ąnger k├╝mmere man sich sp├ĄterÔÇŽ.
    Es wurden keine neuen PR-Pl├Ątze ausgewiesen. Bei der engen Bebauung an den Endhaltestellen d├╝rfte dies zu einem dauerhaften Problem werden. Es wird zwar ├╝ber die Verl├Ąngerungen der einzelnen Stadtbahn-Linien nachgedacht, die bereits bestehenden Probleme werden aber nicht angegangen. Beispiele sind hier
    Umbau der Hauptstra├če um einen behindertengerechten Zugang zur Stadtbahn zu schaffen (Planungszeitraum betr├Ągt inzwischen ca. 7 Jahre ohne ein Ergebnis)
    Umbau der J├Âllenbecker Str. f├╝r einen behindertengerechten Zugang und Einsatz der Vamosbahnen. Planungsbeginn fr├╝hestens 2022, bei bekannter Planungsgeschwindigkeit und Bauzeit kann mit einer Ver├Ąnderung vor 2030 nicht gerechnet werden. Bis dahin werden weiterhin aus Richtung Babenhausen morgens Menschen an der Haltestelle Wittekindstr. zeitweise nicht mehr einsteigen k├Ânnen, weil die Bahn ├╝berf├╝llt ist. Bis dahin sollen aber 25 % mehr Fahrg├Ąste zusteigen. H├Ąufiger kann sie auch nicht fahren, da daf├╝r die Tunnelkapazit├Ąt nicht ausreicht, was zu einem weiteren Punkt f├╝hrt: Bei dem Umbau des Jahnplatzes wird nicht ber├╝cksichtigt, dass aufgrund der geringen Tunnelkapazit├Ąt wahrscheinlich eine oberirdische Linie notwendig wird, wenn die Verkehrswende wirklich ernstgemeint ist.

  16. B├Ąrbel sagt:

    Noch eine Verbesserung: Die Kreuzung Waldhof/Bach/Neust├Ądter Stra├če ist ├╝bersichtlicher geworden. Es sieht nur noch ziemlich h├Ąsslich aus mit den provisorischen Absperrungen und den Resten der Baustelle Am Bach.

    Ich denke, viel von dem Frust, der hier von Autofahrenden ge├Ąu├čert wird, kommt auch von der Jahnplatzbaustelle. Ich denke, den Erfolg der Verkehrsumlenkungen kann man erst wirklich beurteilen, wenn der Jahnplatz wieder voll benutzbar ist. Denn auch zu Fu├č ist die Erlebnisqualit├Ąt der Bielefelder Innenstadt durch diese Baustelle so eingeschr├Ąnkt, dass viele die Verbesserungen in der Altstadt gar nicht wahrnehmen.

  17. B├Ąrbel sagt:

    Ich war jetzt mehrmals in dem Bereich der neuen Fahrradstra├če und habe positive und negative Anmerkungen:

    Positiv: Es ist kein Posing und keine Rundfahrt mehr m├Âglich. Dadurch ist es deutlich leiser und sicherer besonders f├╝r Fu├čg├Ąnger und Fu├čg├Ąngerinnen. Die Aufenthaltsqualit├Ąt hat sich erh├Âht, besonders auch f├╝r die G├Ąste der Osteria. Das habe nicht nur ich so wahrgenommen, sondern ich habe es auch von anderen so geh├Ârt.

    Negativ: Das Verhalten vieler Autofahrenden gegen├╝ber den Sperren. Man sieht sie schon von weitem. Warum f├Ąhrt man trotzdem bis kurz davor, um dann m├╝hsam zu wenden?

    Zu verbessern: Warum blieb der Stummel der Obernstra├če frei und insbesondere die Parkpl├Ątze dort? Dort gibt es weiter l├Ąstigen Parksuchverkehr. Dabei gibt es wenige Meter weiter ein gro├čes Parkhaus, wo genug freie Pl├Ątze sind.

    Zu verbessern: Die Verkehrslenkung f├╝r die Fahrradfahrenden. Die meisten, die gegen die Einbahnstra├če fahren, fahren weiter auf dem nicht benutzungspflichtigenroten Radweg, statt auf der Stra├če.
    Von der Neust├Ądter Stra├če kann man mit dem Fahrrad kaum nach rechts auf die Stra├če einbiegen, obwohl der Radweg an der Parkhausausfahrt recht gef├Ąhrlich ist. Ich verstehe nicht, warum er gerade frisch rot gepflastert wurde, statt den Fahrradverkehr gleich auf die Stra├če gef├╝hrt wird, was komfortabler ist und auch sicherer, weil die aus dem Parkhaus Ausfahrenden dort mit Fahrzeugen um die 20 Stundenkilometer rechnen – aber nicht auf dem Radweg, wie ich schon mehrfach selber erlebt habe.
    Au├čerdem habe ich gerade am Sonntag gesehen, wie Fahrradfahrerinnen auf der Engstelle an der Waldhofmauer Fu├čg├Ąngerinnen zur Seite geklingelt haben. Dabei k├Ânnte dieser Platz komplett dem Fu├čverkehr zur Verf├╝gung stehen (was auch dringend n├Âtig w├Ąre!), wenn die geplante Spur f├╝r den Radverkehr entgegen der Einbahnstra├če schon markiert w├Ąre.

    • B├Ąrbel sagt:

      Noch eine w├╝nschenswerte Verbesserung zugunsten des Fu├č- und Radverkehrs: Es fehlt eine Bordsteinabsenkung f├╝r Fahrradfahrende vom Nebelswall, die rechts auf den Waldhof abbiegen wollen. Dadurch wird auch in diesem Bereich viel auf dem Gehweg gefahren. Ein bisschen Asphalt vor dem extrem hohen Bordstein k├Ânnte eine kurzfristige L├Âsung sein. Bitte die optimale Stelle w├Ąhlen (am besten selber mit dem Fahrrad testen) – Fahrr├Ąder k├Ânnen keine rechten Winkel!

    • B├Ąrbel sagt:

      Inzwischen gibt es eine Fahrradspur auf der Stra├če. Leider nur 1,25 breit und damit schmaler als nach ERA zul├Ąssig. Warum muss es an dieser Stelle eine Linksabbiegem├Âglichkeit f├╝r Autos geben? Die einzigen Autos, die dort fahren, kommen doch gerade aus der Welle!

  18. Anwohnerin sagt:

    Ich als Anwohner kritisiere die Stra├čensperrung am Waldhof. Nat├╝rlich ist es sch├Ân, wenn eine Schule an einer verkehrsberuhigten Stra├če liegt. Sicherheit hat hohe Priorit├Ąt.
    Als Anwohner ist es jedoch die reinste Katastrophe. Es gibt sozusagen nur noch eine Zufahrtsstra├če und man muss einen gro├čen Umweg und Staus in Kauf nehmen, um seinen Stellplatz/ Parkplatz zu erreichen. Dadurch verstopfe ich nat├╝rlich die anderen Stra├čen zus├Ątzlich. Und wie in den anderen Kommentaren schon erw├Ąhnt, werden unn├Âtige Abgase ausgesto├čen. Das Wohnen in der Alstadt verliert f├╝r mich an Attraktivit├Ąt.
    Mal ehrlich, wer f├Ąhrt schon gern freiwillig einen 10 min├╝tigen Umweg?

    Ich denke nicht, dass durch dir Sperrung die Altstadt verkehrsberuhigter wird. Die Stra├čen drum herum verstopfen und die Suche nach den Parkpl├Ątzen an den Stra├čen geht weiter.

  19. Ein Kritiker sagt:

    Die Abgase werden LEIDER nur verlagert und schaffen neue verkehrstechnische Probleme , von denen man vorher schon wusste aber NIE wahrhaben wollte.
    Es gibt zu viele die mit dem Auto fahren m├╝ssen aus Ermangelung an alternativen. In meiner Freizeit und in der Stadt selbst bin auch ich gerne mit dem Rad oder zu Fuss unterwegs, keine Frage, aber es geht um die Sinnhaftigkeit mancher Ma├čnahmen und hier sehe ich pers├Ânlich keine. Querverbindungen werden gekappt und man muss gr├Â├čere Umwege in Kauf nehmen, um ans Ziel zu kommen und auch h├Âheres Verkehrsaufkommen auf diesen, da alle sich die immer weniger werdenden Stra├čen teilen m├╝ssen.
    Ist das nachhaltig? Schafft das die Klimawende? NEIN!!! – Daf├╝r muss auch Bielefeld sich andere Konzepte ├╝berlegen.
    Gibt der ├ľPNV das her?
    Passt die Taktung?
    Stehen ausreichend Park-&Ride-Parkpl├Ątze zur Verf├╝gung? Fakt ist, wenn ich bald in die Stadt m├Âchte oder etwas innerhalb der Stadt erledigen m├Âchte, bin ich l├Ąnger unterwegs, es sei denn es ist sch├Ânes Wetter und ich kann f├╝r meine Besorgungen das “normale” Fahrrad benutzen, ohne E-Antrieb und welches zudem nicht als Lastenfahrrad ausgelegt ist.

  20. Dagmar sagt:

    Leider sitzen die Autofahrer ja nicht nur l├Ąnger im Auto, sondern produzieren in dieser Zeit auch mehr Abgase….und die Sicherheit der Fu├čg├Ąnger und Fahrradfahrer wird durch die l├Ąngeren Wege zu den Parkh├Ąusern an anderen Stellen eben umso mehr eingeschr├Ąnkt. Ich bin seit Jahren in erster Linie Fu├čg├Ąngerin und Fahrradfahrerin. Manchmal ist trotzdem das Auto n├Âtig. Die k├╝rzesten Wege produzieren dann die wenigsten Abgase. ich sehe keinerlei Bereicherung durch die Sperrung des Waldhofs – ganz im Gegenteil!

    • Christian sagt:

      Das sehe ich auch. Ich bin Pendler mit einer Strecke, die nicht mal eben mit dem Fahrrad genommen werden kann. Und ich pendle als Anwohner der Altstadt. Jetzt stehe ich auf der Kreuzstra├če und dem Niederwall jeweils mehrere Ampelphasen im Stau und blase mehr CO2 in die Luft als vorher.
      Es ist wie bei der Jahnplatzbaustelle eine Verlagerung des Verkehrs. Jedes Fahrzeug, das vorher den Waldhof genutzt hat, f├Ąhrt jetzt zus├Ątzlich den Niederwall und Am Bach. Wer hat den an die Anwohner gedacht, die dort wohnen? Wenn es um die Aufwertung der Altstadt gehen sollte, kann es nicht nur ÔÇ×gef├╝hltÔÇť um die Fahrradpendler gehen, die in die Altstadt oder durch die Altstadt fahren.
      Nur um es klarzustellen: fast alle anderen Ma├čnahmen des altstadt.raums finde ich als Anwohner wirklich eine Bereicherung.
      Die Waldhof-Sperrung sollte beendet werden, um bei verkehrsbedingten Sperrungen der Kreuzstra├če (z. B. Unfall) nicht nur den Rettungsdiensten, sondern auch den Anwohnern eine M├Âglichkeit zu geben, ihr Ziel zu erreichen.

  21. Andrea sagt:

    Leider verbessert sich die Luftqualit├Ąt nicht dadurch, dass eine Stra├če gesperrt wird und die Autofahrer Umwege fahren und im Stau stehen.
    Fahrrad ist nicht f├╝r jeden und immer eine Alternative. Der ├ľPNV ist vor allem Abends aus Dornberg/ Kirchdornberg in die Stadt und zur├╝ck auch eher d├╝rftig, von dem Zustand der Radwege Dornberg/ Kirchdornberg m├Âchte ich lieber gar nicht sprechen.
    Diese Sperrung wird voreilig ÔÇ×durchgedr├╝cktÔÇť ohne ein wirkliches Konzept, wie die Besucher aus den Au├čenbezirken oder anderen St├Ądten die Innenstadt einigerma├čen komfortabel erreichen k├Ânnen.

  22. B├Ąrbel sagt:

    Ich freue mich darauf, endlich auf einer sicheren Fahrradstrasse zur Arbeit zu fahren. Ich h├Ątte mir auch eine weitr├Ąumigere Befreiung vom Auto vorstellen k├Ânnen und bin auf das Ergebnis gespannt

    • Tarik sagt:

      Ach ja? Ihnen geht es wohl finanziell gut. Leider gibt es auch Menschen die auf Ihre Autos angewiesen sind. Mein Arbeitsplatz h├Ąngt davon ab. Was soll ich jetzt machen ? Spendiert ihr mir jetzt einen Monatsticket ? Also, ich muss leider jeden Cent umdrehen um ├╝ber die Runden zu kommen.

      • B├Ąrbel sagt:

        Ich muss im Moment nicht mit dem Auto zur Arbeit, aber das war auch schon mal anders. Aber ich behaupte einfach mal, dass es in Bielefeld niemanden ist, der darauf angewiesen ist, ├╝ber den Waldhof mit dem Auto zu fahren. Da gibt es nun wirklich Alternativen, auch wenn man da vielleicht eine Minute l├Ąnger dauert.

        • Tarik sagt:

          Genau, Sie sagen es:eine Minute l├Ąnger fahren !! Genau hier ist doch das Problem: dadurch blase ich 4-fach soviel Abgabe in die Luft. Wo bleibt die Vernunft ??? Ausserdem ist “eine Minute” sehr untertrieben. Rechnen Sie mal mit 10 minuten mehr wegen Stau. Mit anderen Worten, anstatt 1 Minute, verblasen wir 10 mal mehr Abgas in die Altstadt. Sie haben sich einen Tunnelblick angelegt. Bitte legen Sie den Tunnelblick ab ! Sehen Sie das Problem mit Weitsicht. Sie sind Bef├╝rworter einer sauberen Luft ? Genau, dann bitte die Sperrung am Waldhof aufheben ! Bin da ganz bei Ihnen, auch ich will saubere Luft. Ausserdem will ich nicht 10 minuten im Stau stehen. Schlimm finde ich das.

  23. S. Schwarz sagt:

    Interessanter finde ich den maroden Adenauer Platz, ich vermute die Feinstaubbelastung ist an dieser Stelle h├Âher als sie je am Jahnplatz war.
    Ich bin leidenschaftliche Radfahrerin und leidenschaftliche Autofahrerin. Komme zu 90% mit dem Fahrrad in die Stadt weil es bequemer und auch schneller ist aus Ummeln. Da der ├ľPNV f├╝r mich keine gro├če Bedeutung in Bielefeld hat, ist das Fahrrad die bessere Alternative egal bei welchem Wetter. Ich glaube nicht wirklich daran das durch diese Ma├čnahmen der KFZ-Verkehr weniger wird. Er wird sich anders verlagern. Vielmehr m├╝├čte der ├ľPNV absolut moderniesiert werden um ihn f├╝r alle Menschen und unsere Umwelt attraktiv zu machen.
    Darin sehe ich die einzige Chance f├╝r Bielefeld und jede andere “Gro├čstadt” Ich bin gespannt auf die Ergebnisse des “Versuchs”.

  24. Thorsten sagt:

    Diese Kommentare hier…
    Leute, es geht darum die Stadt sicherer zu machen, und den Verkehr einzuschr├Ąnken. Und bei letzterem geht’s um den Planeten. Wenn wir bald 45 Grad im Schatten haben will auch keiner mehr in die Stadt. Schonmal dar├╝ber nachgedacht?
    Dieses st├Ąndige Umsatz-Geheule ist so derma├čen kurzsichtig, aber Hauptsache Kohle scheffeln solange es geht…

    • Jonas sagt:

      Genau – ob das Weltklima gerettet wird oder nicht entscheidet sich in der Bielefelder Altstadt…

      Sorry – aber das ist einfach Schwachsinn. Man mag gute Argumente f├╝r einige Aspekte des Versuchs finden.
      Dem Klima ist es aber schlicht egal, ob jetzt in der Altstadt Autos fahren oder nicht.

      • Ein Kritiker sagt:

        Die Abgase werden LEIDER nur verlagert und schaffen neue verkehrstechnische Probleme , von denen man vorher schon wusste aber NIE wahrhaben wollte.
        Es gibt zu viele die mit dem Auto fahren m├╝ssen aus Ermangelung an alternativen. In meiner Freizeit und in der Stadt selbst bin auch ich gerne mit dem Rad oder zu Fuss unterwegs, keine Frage, aber es geht um die Sinnhaftigkeit mancher Ma├čnahmen und hier sehe ich pers├Ânlich keine. Querverbindungen werden gekappt und man muss gr├Â├čere Umwege in Kauf nehmen, um ans Ziel zu kommen und auch h├Âheres Verkehrsaufkommen auf diesen, da alle sich die immer weniger werdenden Stra├čen teilen m├╝ssen.
        Ist das nachhaltig? Schafft das die Klimawende? NEIN!!! – Daf├╝r muss auch Bielefeld sich andere Konzepte ├╝berlegen.
        Gibt der ├ľPNV das her?
        Passt die Taktung?
        Stehen ausreichend Park-&Ride-Parkpl├Ątze zur Verf├╝gung? Fakt ist, wenn ich bald in die Stadt m├Âchte oder etwas innerhalb der Stadt erledigen m├Âchte, bin ich l├Ąnger unterwegs, es sei denn es ist sch├Ânes Wetter und ich kann f├╝r meine Besorgungen das “normale” Fahrrad benutzen, ohne E-Antrieb und welches zudem nicht als Lastenfahrrad ausgelegt ist.

    • Thorsten! sagt:

      Genau. Geht um den Planeten. Deswegen muss jetzt ein Umweg gefahren werden wenn man vom Ossi kommt und zur Welle m├Âchte. Gut durchdacht dieser Umweltaspekt.

      Ja um Umsatz gehts ja wohl jeden Tag. Ihr Geld kommt also von allein? Sie m├╝ssen nicht am Ende des Monats schauen ob sich alles noch rentiert wenn weniger Kunden kommen? Da bekommt man vom Kopfsch├╝tteln echt schon ein Schleudertrauma.

    • Tarik sagt:

      Ja genau, es geht um den Planeten ! Aber durch die Sperrung f├╝r 10 mal mehr Abgas in die Luft geblasen. Also sind Sie dann doch f├╝r eine Verpestung der Luft ???? Falls Sie “wirklich” f├╝r die Umwelt k├Ąmpfen w├╝rden, dann m├╝ssten Sie auch f├╝r die Aufhebung der Sperrung sein. Saubere Luft bekommt man, wenn man E-Autos f├Ąhrt, oder wenn ├Âffenliche Verkehrmittel gef├Ârdert werden w├╝rden. Derzeit ist es mit Auto eben viel g├╝nstiger als Mit Bus oder Bahn. Wenn ich mir die Preise da anschaue, dann wird mir schnwindelig.

  25. B.L. sagt:

    Wenn man sich andere St├Ądte anschaut (z.B. M├╝nster), ist dort solche eine Situation schon jahrelang gegeben. Die K├Ąufer parken dezentral (f├╝r sehr viel mehr Geld) und verbringen den Tag zu Fu├č in der Stadt. Das selbe gilt f├╝r die Angestellten. Ich musste schon vor zwanzig Jahren mit ├Âffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gefahren um zu meiner Ausbildungsst├Ątte zu kommen. Die Einzelh├Ąndler dort scheinen dort auch keine Einbu├čen zu haben.
    Es ist einfach eine Umstellung, die aber viel positive Effekte hat. Man kann zb in Ruhe flanieren und seine Pizza essen, ohne dass einen Abgase und Motorenr├Âhren nerven. Gebt doch dem Ganzen mal eine Chance. Das Nichtraucherschutzgesetz hat auch nicht (wie bef├╝rchtet) zum gro├čfl├Ąchigen Kneipensterben gef├╝hrt.

    • Thorsten! sagt:

      Ob der Waldhof jetzt gesperrt wird oder nicht. Die Autos fahren trotzdem bis oben zur Losteria. Da kommt es auf die 50m Waldhof auch nicht drauf an.
      Also mit in Ruhe essen ist es dann auch nicht.

    • Sonja sagt:

      Ich habe lange in M├╝nster studiert und wei├č, dass das nicht stimmt. Dort gibt es z.B. direkt am Rand der Altstadt auf dem Schlossplatz / Hindenburgplatz eine riesige Fl├Ąche, auf der man sehr g├╝nstig parken kann. Daneben gibt es auch einige v├Âllig kostenfreie P+R-Parkpl├Ątze, vgl. https://k3.de/muenster/parken. Au├čerdem ist Fahrradfahren in M├╝nster l├Ąngst keine so gro├če sportliche Herausforderung wie in Bielefeld, jedenfalls wenn man aus Dornberg kommt. Da muss man bei Hin- und R├╝ckweg so einige Steigungen bew├Ąltigen, wozu viele einfach schon gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind – von den Gefahren bei Dunkelheit ganz zu schweigen.

  26. Gerd Stallmann sagt:

    F├╝r uns als Handwerker und Dienstleister wird die Luft langsam d├╝nn! Wir m├╝ssen Umwege machen, stehen in Stau┬┤s und vergeuden viel Zeit, die wir nicht haben.Wir sind darauf angewiesen kurze Wege in der Stadt nutzen zu d├╝rfen!
    Unsere Kunden m├╝ssen sonst l├Ąnger warten und die Fahrzeit verursacht h├Âhere Kosten! Wir wollen der Umwelt zuliebe auch
    nur die n├Âtigste Strecke fahren und nicht im Stau verbringen!
    Auch diese Thematik muss man ber├╝cksichtigen! Die Stadt braucht die Gewerbesteuerzahler und es macht keinen Sinn
    wenn in Zukunft die Gesch├Ąfte leerstehen! Es geht auch um Arbeitspl├Ątze und ich habe schon einige Stimmen geh├Ârt,
    die aufgrund der Verkehrslage in Bielefeld lieber nach Osnabr├╝ck oder sogar Hannover fahren!
    Ohne Kompromisse und Zugest├Ąndnisse wir das nicht gehen! Gut finde ich diese Abfrage wenn denn die Anregungen auch
    einfliessen und die Entscheidungen nicht schon gefallen sind!

  27. Elisabeth Meyer-Stork sagt:

    Schon vor der Sperrung des Waldhof, die die Situation zus├Ątzlich erschweren wird, ist die Resonanz im Wesentlichen negativ. Ausw├Ąrtige Kunden beklagen die schlechte Erreichbarkeit der Stadt im Allgemeinen und der Altstadt im Besonderen sowie die Parkplatzsituation (z.B.Merkur-Parkhaus noch immer nur eingeschr├Ąnkt nutzbar). Selbst Kunden aus den Randbereichen Bielefelds bitten zwischenzeitlich um Versand der Ware oder Lieferung, weil sie nicht in die Stadt wollen. Das bedeutet f├╝r uns nicht nur einen erheblichen logistischen Mehraufwand, sondern auch Einbu├čen bei “Spontank├Ąufen”.
    Auch f├╝r meine Mitarbeiter bedeuten die Sperrungen einen um z.T. um 15 Minuten verl├Ąngerten Anfahrtsweg zu ihrem Dienst im Gesch├Ąft. Das ist eine Konsequenz, die nach meinem Eindruck bislang in der Diskussion kaum eine Rolle spielt.
    Grunds├Ątzlich ist die aktuelle Situation, gerade auch nach den schwierigen Monaten im Einzelhandel, f├╝r uns schwer zu ertragen. Ich hoffe sehr, dass in den Testphasen und den “Zwischenbetrachtungen” die Interessen des Handels st├Ąrker in den Blick genommen werden als das nach meinem Eindruck bislang der Fall ist.

  28. B.Herbst sagt:

    Mein Sohn geht dort auf die Schule und ich finde die kleine Stra├če ist derzeit noch viel zu stark befahren. F├╝r alle Sch├╝ler und Sch├╝lerinnen entsteht durch diese Ma├čnahme ein sicherer Schulweg. Zudem reduzieren sich Abgase durch welche die Sch├╝ler morgens laufen m├╝ssen und die Aufenhaltsqualit├Ąt des Kunsthallenparks, des Museums und auch der Gastronomie in diesem Bereich verbessert sich stark. Bessere Luft, weniger L├Ąrm und mehr Sicherheit sollten doch einen h├Âheren Stellenwert haben, als die Bequemlichkeit der Autofahrer. Diese m├╝ssen sich einfach etwas neu orientieren und im Zweifel 5 Minuten l├Ąnger im Auto sitzen. Die Parkh├Ąuser bleiben ja weiter erreichbar und die Eltertaxis finden sicherlich eine andere Abladestelle f├╝r ihre Kinder. Ich freue mich auf die Ma├čnahme und hoffe in der Zukunft wird mehr in diese Richtung gedacht!

    • Sebastian sagt:

      Es ist sicherlich gut f├╝r Schule, Park und Gastronomie, wenn sich die Luftqualit├Ąt verbessert. ├ärgerlich ist nur, dass so getan wird, als l├Âse sich das Problem damit von alleine. Wenn “Eltertaxis [sic!] […] sicherlich eine andere Abladestelle f├╝r ihre Kinder [finden]” entsteht Luftverschmutzung leider an anderer Stelle (z.B. an Adenauerplatz, Kreuzstra├če, Hans-Sachs-Str. etc.). Leider wird diese Problemverlagerung an die Altstadtr├Ąnder im gesamten Prozess und der ├Âffentlichen Diskussion nur am Rande diskutiert. Manchmal wirkt es so, als w├╝rde dort niemand wohnen. Das ist sehr schade, denn die Zielsetzung ist sicherlich richtig; nur diese ‘aus den Augen aus dem Sinn’-Mentalit├Ąt hat leider nichts mit Probleml├Âsung zu tun und gef├Ąhrdet sicherlich auch die Akzeptanz der (nochmal: grunds├Ątzlich begr├╝├čenswerten) Ma├čnahmen.

  29. Thorsten sagt:

    Ja und f├╝r viele Unternehmen bedeutet das jede Menge kosten. Die Post muss ihre Routen umplanen, Abholzeiten k├Ânnen nicht eingehalten werden. Rettungswagen und Co m├╝ssen einen gro├čen Umweg fahren. Daran sollte vielleicht auch mal gedacht werden.

    • Ravensberg sagt:

      “Rettungswagen und Co” m├╝ssen keine Umwege fahren. Sie finden eine nicht verstopfte Stra├če vor, Einsatzkr├Ąfte k├Ânnen (wie ├╝blich) Poller entfernen – falls Poller ├╝berhaupt dauerhaft erforderlich w├Ąren, denn die Verkehrszeichen m├╝ssten ja eigentlich ausreichen …

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